Massiver Solar-Boom in China hat auch Auswirkungen auf uns
In China läuft der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf Hochtouren. Das könnte auch hierzulande zu einem gewissen Problem werden, da viele hier verbaute Module aus Fernost kommen und eine Verknappung auch die Preisentwicklung bremst.
Nirgendwo auf der Welt entstehen derzeit mehr Solar Kapazitäten als in China. Wie IWR Online unter Berufung auf die chinesische Beraterfirma Asia Europe Clean Energy Solar Advisory (AECEA) berichtet, wurden allein im Mai dieses Jahres 6,83 Gigawatt Photovoltaikleistung neu installiert. Zum Vergleich: im gesamten vergangenen Jahr wurden in Deutschland 5,46 Gigawatt neu zugebaut.
Der Wert aus dem Mai lag dabei 86 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dabei war dies noch nicht einmal der stärkste Monat. Insgesamt hat man in China von Januar bis Mai 23,71 Gigawatt neu installiert, das ist gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Wachstum um 140 Prozent. Die Planungen sehen vor, dass in diesem Jahr beim Zubau die 100-Gigawatt-Marke geknackt wird.
Dies trifft auf eine Entwicklung, in der auch auf dem Weltmarkt die Nachfrage massiv nach oben geht. So haben die Modul-Hersteller aus China von Januar bis Mai bereits 63 Gigawatt Photovoltaik-Kapazität exportiert, das sind 102 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem Europa schlägt derzeit massiv zu: 33 Gigawatt an Modulen kamen hier an, das sind 140 Prozent mehr als im letzten Jahr. Unterdessen arbeiten die Modul-Werke hierzulande erst daran, sich von der jahrelangen Blockade der Bundesregierung zu erholen und ebenfalls die Fertigung, die bereits vorhanden war, wieder aufzubauen.
China, das von Gegnern der Energiewende immer wieder als Negativ-Beispiel herangezogen wird, um das hiesige Nichtstun zu rechtfertigen, ist aber nicht nur bei Solar auf einem beschleunigten Kurs. So verweist Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin, darauf, dass in dem Land im vergangenen Jahr auch rund 20.000 Windkraftanlagen gebaut wurden, während der Industriestandort Bayern nur 8 vorzuweisen hat. "Hier haben wir eher ein Problem in München als in Peking", sagte er.
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Der Wert aus dem Mai lag dabei 86 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dabei war dies noch nicht einmal der stärkste Monat. Insgesamt hat man in China von Januar bis Mai 23,71 Gigawatt neu installiert, das ist gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Wachstum um 140 Prozent. Die Planungen sehen vor, dass in diesem Jahr beim Zubau die 100-Gigawatt-Marke geknackt wird.
Dies trifft auf eine Entwicklung, in der auch auf dem Weltmarkt die Nachfrage massiv nach oben geht. So haben die Modul-Hersteller aus China von Januar bis Mai bereits 63 Gigawatt Photovoltaik-Kapazität exportiert, das sind 102 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem Europa schlägt derzeit massiv zu: 33 Gigawatt an Modulen kamen hier an, das sind 140 Prozent mehr als im letzten Jahr. Unterdessen arbeiten die Modul-Werke hierzulande erst daran, sich von der jahrelangen Blockade der Bundesregierung zu erholen und ebenfalls die Fertigung, die bereits vorhanden war, wieder aufzubauen.
Ähnliches Bild bei Windkraft
Die hohe Nachfrage führt aktuell vor allem dazu, dass die Preise für Module, die seit Jahren eigentlich immer nur noch weiter fielen, wieder anziehen. Aber es kommen auch nicht genügend Module an. Wer heute auf die Idee kommt, sich angesichts der steigenden Energiekosten doch eine Solaranlage aufs Dach setzen zu wollen, muss sich auf signifikante Wartezeiten einstellen.China, das von Gegnern der Energiewende immer wieder als Negativ-Beispiel herangezogen wird, um das hiesige Nichtstun zu rechtfertigen, ist aber nicht nur bei Solar auf einem beschleunigten Kurs. So verweist Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin, darauf, dass in dem Land im vergangenen Jahr auch rund 20.000 Windkraftanlagen gebaut wurden, während der Industriestandort Bayern nur 8 vorzuweisen hat. "Hier haben wir eher ein Problem in München als in Peking", sagte er.
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