Greenwashing: Verbraucherzentrale mahnt "refurbished"-Anbieter ab

Gebrauchte Smartphones und Laptops werden seit einigen Jahren gern mit dem Versprechen angepriesen, dass sie nachhaltiger sind und man zudem noch viel Geld sparen kann. Gegen ganz konkrete Versprechen ist der Verbraucherzentrale Bundesverband jetzt jedoch vorgegangen.
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Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat mehrere Anbieter von sogenannten "refurbished"-Produkten abgemahnt. Es geht dabei um "irreführende Werbung mit fiktiven Preisvorteilen, Greenwashing mit fragwürdigen Umweltaussagen sowie den rechtswidrigen Einsatz von Werbe-Cookies", erklärten die Verbraucherschützer.

Irreführend sind die abgemahnten Anbieter vor allem durch fragwürdige Behauptungen, die allem Anschein nach nur ausgedacht sind, um gut zu klingen. Die Verbraucherzentrale hat einige Beispiele gesammelt: "Die CO2-Emissionen werden um 70 Prozent reduziert." "100 Prozent klimaneutral." "100 Prozent nachhaltig." "194 Gramm weniger Elektroschrott."


Aufarbeitung selbst ist nicht klimafreundlich

Tatsächlich, so die Verbraucherschützer, entstehen bei der Aufarbeitung der gebrauchten Geräte CO2-Emissionen und Elektroschrott, beispielsweise durch den Austausch von Akkus und anderen Teilen.

"Welche Maßnahmen die Unternehmen ergreifen, um schädliche Umwelteinwirkungen bei der Erneuerung der Geräte, deren Vertrieb und Versand möglichst gering zu halten, sucht man auf ihren Internetseiten allerdings weitgehend vergebens." Auch bei den Preisen geht es um Irreführung. So bot ein Onlineshop ein erneuertes Smartphone für 275 Euro mit einer angeblichen Preisersparnis von 69 Prozent im Vergleich zum Preis von 909 Euro an. So teuer war das Gerät beim Verkaufsstart im Jahr 2019 auf der Webseite des Herstellers. Aktuell wird das Gerät als Neuware von Händlern im Internet schon ab 424,50 Euro und gebraucht ab 242 Euro angeboten.

Die Verbraucherschützer haben drei Anbieter daher abgemahnt. Zwei haben eine Unterlassungserklärung abgegeben und mittlerweile ihre Werbe-Praktiken geändert. Gegen ein in den Niederlanden ansässiges Unternehmen wurde jetzt Klage eingereicht.

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