Universität bekommt Ransomware-Zahlung zurück, macht fettes Plus

Ransomware-Angriffe sind heutzutage längst so etwas wie Alltag und obwohl die Empfehlung der Behörden lautet, Lösegelder nicht zu zahlen, machen das viele Personen und Institutionen dennoch. In einem Fall erwies sich das sogar als unfreiwillige, aber ausgezeichnete Investition.
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Ende 2019 wurde die Universität von Maastricht zum Opfer einer Ransomware-Attacke. Damals konnten Studierende und Lehrkräfte nicht länger auf Mails, Forschungs- und Datenplattformen zugreifen. Zwar empfehlen Cybercrime-Experten und Polizeibehörden in solchen Fällen, nicht auf die Forderungen der Erpresser einzugehen, die Verantwortlichen sahen sich aber dennoch gezwungen, das geforderte Lösegeld zu bezahlen.

Doch ausnahmsweise war das so etwas wie eine gute Idee: Wie das Wirtschaftsportal Bloomberg berichtet, bezahlte die Universität seinerzeit 30 Bitcoins, deren Wert betrug damals 197.000 Euro. Laut einem Sprecher wurde das nach "äußerst schwierigen Beratungen" gemacht, man hat dabei auch polizeilichen Rat und auch moralische Fragen berücksichtigt, so die Verantwortlichen.


Wertsteigerung von Bitcoin

Allerdings gelang es der niederländischen Staatsanwaltschaft, einen Teil des Lösegelds aufzuspüren. Wie die Universität in einer Mitteilung schreibt, konnte bereits im Februar 2020 in der Ukraine ein Wallet beschlagnahmt werden. Der Wert dieser Kryptogelder zum gegenwärtigen Kurs beträgt rund 500.000 Euro.

Dieses Geld bekommt die Universität nun zurück, allerdings wird man das mit einem lachenden wie auch weinenden Auge sehen: Denn so erfreulich die Wertsteigerung auch ist, sie ist nicht so hoch, dass die Maastrichter Universität den gesamten damals entstandenen Schaden ausgleichen könnte. Denn bei Berücksichtigung aller Kosten für den Wiederaufbau der Cybersicherheitsarchitektur übersteigt der Gesamtschaden erheblich den wiederhergestellten Betrag.

Das Geld, das man nun zurückbekommt, soll aber nicht in den Kassen der Universität versickern, man will es zweckbinden, und zwar für bedürftige und von der Pandemie besonders hart getroffene Studierende. Infografik: Viren sind immer noch die größte Cyber-BedrohungViren sind immer noch die größte Cyber-Bedrohung
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