"Chaotische" Übernahme:
Twitter-Anleger verklagen Elon Musk

Die angekündigte Übernahme von Twitter durch Elon Musk wird langsam zur unendlichen Geschichte. Denn der Tesla-Chef hat an sich angekündigt, den Social-Media-Dienst zu übernehmen. Doch zuletzt hat er das Geschäft auf Eis gelegt und den Kurs auf Achterbahnfahrt geschickt.
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Eigentlich klang alles nach einer "geradlinigen" Angelegenheit: Elon Musk, der auf dem Papier reichste Mensch der Erde, kündigt an, den Kurznachrichtendienst zu kaufen und lässt auch keine Zweifel daran, dass ihm die Sache ernst ist. Twitter wehrt sich kurz, aber heftig, gibt den Widerstand aber doch schnell auf. Es scheint, dass die Sache gegessen ist, doch dann macht Musk einen Rückzieher. Der Tesla-Chef teilte vor zwei Wochen mit, dass der Deal auf Eis liege, da er nicht korrekt über die Anzahl der Fake-Konten informiert worden sei. Seither ist das Geschäft ein einziges Fragezeichen.

Für die Aktie von Twitter bedeutet die Ankündigung zunächst einen Kurs-Höhenflug, doch nach dem Bekanntwerden der neuen Bedenken Musks setzte das Papier wieder zum Sturzflug an. Aktuell ist der Wert der Aktie im Wesentlichen dort, wo er vor dem Aktien-Kauf und der Übernahme-Ankündigung gelegen ist.


Für Anleger ist das allerdings eine höchst unangenehme Situation, da ein einziger Mann im Wesentlichen direkt für den Kurs verantwortlich ist. Und das ist auch der Grund, warum eine Anlegergruppe den SpaceX- und Tesla-Chef sowie Twitter selbst verklagen will.

Sammelklage gegen Musk

Die Anleger streben eine Sammelklage an, als Grund wird der "chaotische" Prozess der Übernahme angegeben. Konkret soll Musk gleich gegen mehrere Punkte des kalifornischen Unternehmensrechts verstoßen, damit soll der Tesla-Chef auch Marktmanipulation begangen haben. Wie CNBC berichtet, behaupten die Kläger, dass Musk finanziell davon profitiert haben soll. Genauer gesagt habe er die vorgeschriebene Offenlegung seiner Beteiligung an Twitter verzögert und Anfang April vorübergehend seinen Plan verheimlicht, Vorstandsmitglied zu werden.

Außerdem soll er Twitter-Anteile gekauft haben, nachdem er private Konversationen mit Führungskräften wie Gründer und Ex-CEO Jack Dorsey geführt hat. Auch die jüngsten Zweifel sollen einen Verstoß darstellen, so die Initiatoren der Klage.

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