Mitsubishi: Neues Material macht 3D-Druck im Weltraum möglich
Sperrige, aber wenig komplexe Satelliten-Bauteile könnten bald im Weltraum hergestellt statt als teure Raketen-Fracht transportiert werden. Dafür soll ein neuer Werkstoff sorgen, den der japanische Konzern Mitsubishi Electric entwickelt hat.
Das Unternehmen hat einen Werkstoff vorgestellt, mit dem es möglich sein soll, 3D-Druck-Prozesse im Vakuum und bei den niedrigen Temperaturen des Weltraums zu vollziehen. Der Hauptbestandteil des Materials ist dabei ein lichtempfindliches Harz, das unter Einfluss des ultravioletten Lichts der Sonne aushärtet. So bleibt es bis zur Verarbeitung flexibel und kann dann zu einer festen Struktur werden.
Die Ingenieure bei Mitsubishi sehen darin eine Möglichkeit, die Kosten von Satelliten-Missionen deutlich zu reduzieren. Denn bisher nehmen sperrige Bauteile wie Antennen-Anlagen einen nicht gerade kleinen Raum in den engen Nutzlast-Bereichen der Raketen ein. Somit verursachen relativ einfache Komponenten teils sehr hohe Kosten, wenn sie von der Erde in den Orbit gebracht werden müssen.
Ein weiterer Vorteil dessen bestünde darin, dass man die großen Antennen-Anlagen deutlich leichter und dünner bauen könnte. Bisher sind diese auch relativ schwer, weil sie stabil genug sein müssen, um den Startvorgang mit seinen enormen Krafteinwirkungen zu überstehen, ohne dass die auf bestimmte Frequenzen abgestimmte Form sich verändert. Das wäre im Orbit nicht nötig und der vom Satelliten mitgeführte Vorrat an Treibstoff für Korrektur-Manöver könnte für deutlich längere Missions-Laufzeiten reichen.
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Mitsubishi plant 3D-Druck von Satelliten-Bauteilen im Weltraum
Die Ingenieure bei Mitsubishi sehen darin eine Möglichkeit, die Kosten von Satelliten-Missionen deutlich zu reduzieren. Denn bisher nehmen sperrige Bauteile wie Antennen-Anlagen einen nicht gerade kleinen Raum in den engen Nutzlast-Bereichen der Raketen ein. Somit verursachen relativ einfache Komponenten teils sehr hohe Kosten, wenn sie von der Erde in den Orbit gebracht werden müssen.
Längere Missionen möglich
Eine Alternative sieht man nun darin, solche Satelliten-Bauteile direkt in der Erdumlaufbahn mit einem 3D-Drucker und dem neuen Material zu fertigen. Das würde es beispielsweise ermöglichen, einen kleinen, kompakten Cubesat-Satelliten mit seiner Elektronik und anderen komplexeren Systemen mit einem Launcher in den Orbit zu befördern, dort die große Antennenschüssel in einer kleinen Weltraum-Fabrik zu produzieren und beides miteinander zu verbinden.Ein weiterer Vorteil dessen bestünde darin, dass man die großen Antennen-Anlagen deutlich leichter und dünner bauen könnte. Bisher sind diese auch relativ schwer, weil sie stabil genug sein müssen, um den Startvorgang mit seinen enormen Krafteinwirkungen zu überstehen, ohne dass die auf bestimmte Frequenzen abgestimmte Form sich verändert. Das wäre im Orbit nicht nötig und der vom Satelliten mitgeführte Vorrat an Treibstoff für Korrektur-Manöver könnte für deutlich längere Missions-Laufzeiten reichen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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