USA erklären den einseitigen Ausstieg aus Anti-Satelliten-Waffen

Die Regierung der USA hat sich einseitig dazu verpflichtet, die Entwicklung von Anti-Satelliten-Waffen einzustellen. Man will sich nun dafür stark machen, dass auch andere Staaten, die über entsprechende Fähigkeiten verfügen, diesem Weg folgen.
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Die Selbstverpflichtung wurde von Vizepräsidentin Kamala Harris öffentlich verkündet. Dies obliegt auch ihrem Verantwortungsbereich, da sie dem National Space Council der USA vorsteht. Aus dieser Funktion heraus hat Harris den nun verkündeten neuen Kurs der USA in den letzten Monaten mit verschiedenen beteiligten Behörden ausgearbeitet und in das Sicherheitskonzept des Landes eingearbeitet.

Anti-Satelliten-Waffen (ASAT) wurden bisher von den USA, Russland, China und Indien getestet. Seitens des US-Militärs fand ein entsprechender Versuch bereits im Jahr 2008 statt. Damals startete die US Navy eine modifizierte SM-3-Rakete, mit der der von Bundesbehörden betriebene und kaputt gegangene Satellit USA-193 zerstört wurde.

Gefährlicher Schrott

Die Zerstörung von Satelliten bringt allerdings für raumfahrende Nationen mehr Probleme als Lösungen mit sich. Das zeigte ein entsprechender Versuch Russlands. Bei einem ASAT-Test zerschoss man vor einiger Zeit ebenfalls einen stillgelegten eigenen Satelliten. Dadurch wurde im erdnahen Orbit eine Trümmerwolke erzeugt, vor der sich unter anderem auch die Astronauten auf der ISS schon einmal in Sicherheit bringen mussten. Während die Raumstation die Bahnen diverser Splitter passierte, zogen sich die Besatzungsmitglieder in einen relativ sicheren Bereich der Station zurück.

Die entstehenden Trümmerstücke sind selbst dann eine Gefahr für Raumschiffe, wenn sie nur wenige Millimeter groß sind. Denn bei den Geschwindigkeiten, mit denen Objekte im Orbit unterwegs sind, reicht dies oft schon aus, um die Hülle von Raumfahrzeugen zu durchschlagen. Und je kleiner die Trümmer sind, umso schwieriger lassen sie sich auch per Radar verfolgen.

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