Conrad schließt fast alle Filialen, konzentriert sich auf Online und B2B

Conrad gilt als Größe des Geschäfts und geht auf 1923 zurück. Nach fast 100 Jahren ändert das Unternehmen sein Geschäftsmodell. Es ist jedoch in gewisser Weise eine Rückbesinnung, denn man schließt fast alle Filialen, um sich auf den Distanzhandel zu fokussieren.
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Der in Berlin gegründete und seit 1946 im bayerischen Hirschau ansässige Elektronikhändler hat vor kurzem bekannt gegeben, dass man nahezu alle Filialen schließt und sich fortan fast komplett auf das Online-Geschäft konzentrieren wird. Grund ist natürlich der, sicherlich auch durch die Corona-Pandemie verstärkte Trend zum Shopping per Web. Eine Rückbesinnung ist es deshalb, weil Conrad in den 1970ern bereits einmal Filialen geschlossen und sich auf den Versandhandel konzentriert hat.

Das Unternehmen schreibt dazu: "Der Trend, dass gerade Privatkund*innen ihren Bedarf weniger im stationären Handel decken und stattdessen vermehrt online einkaufen, hat sich durch Corona in den vergangenen zwei Jahren noch einmal deutlich beschleunigt." Das Unternehmen sieht sich dadurch in seiner bereits in den vergangenen Jahren initiierten Strategieänderung in Richtung B2B-Beschaffungsplattform bestärkt und wird diesen Weg auch weiter beschreiten.

Fokus auf Business-to-Business

Konkret bedeutet das, dass Conrad "seine Filialen nicht mehr im bisherigen Format und der bisherigen Zahl betreiben wird". An deren Stelle sollen, in sicherlich deutlich eingeschränkterem Umfang, B2B-Filialen treten, eine solche hat man bereits im nordrhein-westfälischen Hürth eröffnet, weitere sollen folgen: "Im bisherigen Format wird dementsprechend nach aktuellem Stand lediglich die Filiale in Wernberg-Köblitz weiter betrieben. Alle weiteren Filialstandorte sind bzw. werden im Laufe des Jahres geschlossen."

Conrad-CEO Ralf Bühler dazu: "Natürlich fällt uns dieser Schritt sehr schwer. Wir haben unsere Beschäftigten daher frühzeitig informiert und sind in Gesprächen, um sozialverträgliche Regelungen zu finden und unserer sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Mitarbeitende aus den Filialen haben selbstverständlich die Möglichkeit, sich auf offene Stellen innerhalb der Conrad Gruppe zu bewerben."
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