Ukraine-Krieg schneidet Chip-Industrie von wichtigem Rohstoff ab
Die Chipindustrie bekommt neue Probleme: Der Krieg in der Ukraine sorgt dafür, dass die größten Produzenten des Edelgases Neon ihre Arbeit einstellen müssen. Und dieses wird in den Lithographie-Prozessen dringend benötigt.
Etwa die Hälfte des Neons, das in einer hinreichenden Qualität für die Chipindustrie auf dem Weltmarkt zur Verfügung steht, kommt aus der Ukraine. Dort wird es vor allem von zwei Unternehmen hergestellt: Ingas und Cryoin. Der Bedarf der Halbleiter-Industrie an dem Edelgas wird auf rund 540 Tonnen jährlich geschätzt.
Für den globalen Halbleitermarkt deutet sich entsprechend ein weiterer herber Rückschlag an. Die Unternehmen konnten aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie bereits längst nicht mehr die Nachfrage befriedigen. Diverse Industrien mussten ihre Produktion drosseln oder teilweise ganz stilllegen, weil die benötigten Chips nicht in ausreichender Menge gekauft werden konnten.
Vor allem die Lieferungen durch Ingas dürften nur schwer zu ersetzen sein. Das Unternehmen lieferte monatlich zwischen 15.000 und 20.000 Kubikmeter Neon an Kunden in Taiwan, Südkorea, China, den USA und Deutschland, wobei 75 Prozent für die Chipfertigung bestimmt waren. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Mariupol, also jener Stadt, die von den russischen Invasoren seit Tagen belagert und bombardiert wird. Entsprechend ist die Produktion hier ohnehin nicht mehr möglich.
10.000 bis 15.000 Kubikmeter monatlich kamen außerdem von Cryoin. Dieses hat seinen Sitz in Odessa, wo sich die Schäden noch in Grenzen halten, doch auch hier wurde die Neon-Produktion längst eingestellt. Selbst wenn der Krieg augenblicklich endet, würden noch drei Monate vergehen, bis die Produktion wieder hochgefahren ist und Neon an Kunden geliefert werden kann - sollte es allerdings zur Zerstörung von Anlagen kommen, wird es noch sehr viel länger dauern.
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Für den globalen Halbleitermarkt deutet sich entsprechend ein weiterer herber Rückschlag an. Die Unternehmen konnten aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie bereits längst nicht mehr die Nachfrage befriedigen. Diverse Industrien mussten ihre Produktion drosseln oder teilweise ganz stilllegen, weil die benötigten Chips nicht in ausreichender Menge gekauft werden konnten.
Ausfall über Monate bereits sicher
Allerdings befand man sich in dieser Lage, obwohl die Halbleiter-Fabriken weltweit auf Hochtouren laufen. Hier deutete sich auch zunehmend eine Entspannung der Lage an, auch wenn längst nicht alle Bestellungen zeitnah bedient werden können. Diese Entwicklung dürfte demnächst, wenn die Neon-Vorräte zur Neige gehen, schnell wieder in die gegenteilige Richtung umschlagen. Branchenbeobachter rechnen damit, dass dies im April der Fall sein wird, wie aus einem CNN-Bericht hervorgeht.Vor allem die Lieferungen durch Ingas dürften nur schwer zu ersetzen sein. Das Unternehmen lieferte monatlich zwischen 15.000 und 20.000 Kubikmeter Neon an Kunden in Taiwan, Südkorea, China, den USA und Deutschland, wobei 75 Prozent für die Chipfertigung bestimmt waren. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Mariupol, also jener Stadt, die von den russischen Invasoren seit Tagen belagert und bombardiert wird. Entsprechend ist die Produktion hier ohnehin nicht mehr möglich.
10.000 bis 15.000 Kubikmeter monatlich kamen außerdem von Cryoin. Dieses hat seinen Sitz in Odessa, wo sich die Schäden noch in Grenzen halten, doch auch hier wurde die Neon-Produktion längst eingestellt. Selbst wenn der Krieg augenblicklich endet, würden noch drei Monate vergehen, bis die Produktion wieder hochgefahren ist und Neon an Kunden geliefert werden kann - sollte es allerdings zur Zerstörung von Anlagen kommen, wird es noch sehr viel länger dauern.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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