Private Raumfahrt: Firefly-Mitgründer muss Anteile für 1$ verkaufen

Firefly Aerospace gilt als vielversprechendes Weltraumunternehmen, bekannt wurde man bisher aber vor allem durch einen spektakulären Fehlschlag: Denn im September 2021 explodierte eine Firefly-Rakete. Nun sorgt man abseits der Startrampe für Aufregung.
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Firefly Aerospace
Das US-amerikanisch-ukrainische Raumfahrtunternehmen hat große Pläne: Denn man entwickelt derzeit nicht nur zwei Trägerraketen, sondern arbeitet für die NASA an einem Mondlander, der den Namen Blue Ghost trägt. Bisher ist die konkrete Erfolgsbilanz aber eingeschränkt, denn ein erster Start am 3. September 2021 ging spektakulär schief. Für dieses Jahr plant Firefly dennoch sechs Starts, einen konkreten Termin hat der nächste Versuch aber bisher nicht.

Doch bevor man sich voll auf die technischen und wissenschaftlichen Aspekte konzentrieren kann, muss man geschäftliche und sogar politische hinter sich bringen. Konkret geht es um die Personalie Max Poljakow. Wie Space Explored berichtet, gibt es aufgrund dessen ukrainischer Abstammung schon länger Bedenken im Hinblick auf die nationale Sicherheit.

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Bereits zuvor ist Poljakow vom Aufsichtsrat zurückgetreten, um die Spannungen zu reduzieren. Doch das half nicht viel und im Dezember 2021 gab es dann eine weitere Eskalation. Denn die US-Regierung forderte den Firefly-Mitgründer auf, seine Anteile (die er über seine Firma Noosphere Venture Partners hält) an dem Unternehmen zu veräußern, das hatte auch eine Verzögerung des zweiten Starts zur Folge.

Poljakow nimmt den Hut

Poljakow hat nun angekündigt, dass er seine Anteile verkauft und zieht dabei den Fortbestand der Firma dem finanziellen Gewinn vor. Glücklich ist er deshalb nicht, im Gegenteil. Denn Poljakow schreibt auf Facebook: "Ich gebe meinen gesamten 58-prozentigen Anteil an Firefly für einen Dollar an meinen Mitbegründer und Partner Tom ab. Sehr geehrte CFIUS, Air Force und 23 Agenturen der USA, die mich verraten und mich in all ihren Handlungen der letzten 15 Monate verurteilt haben. Ich hoffe, Sie sind jetzt glücklich. Die Geschichte wird über euch alle urteilen."

Siehe auch: Private Firefly-Rakete explodiert, Trümmer fallen beinahe auf Zuschauer
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Bresser National Geographic
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