Die Chromebook-Flaute wird von den Herstellern selbst verursacht
Bei der aktuellen Knappheit an diversen Elektronik-Komponenten führen die Chromebooks einen ungleichen Kampf. Denn diese werden aktuell nur produziert, wenn gerade einmal ein paar Bauteile übrig sind - die Priorität liegt ganz klar auf Windows-Systemen.
Das geht aus einer aktuellen Analyse des Marktforschungsunternehmens IDC hervor. Die Experten verwiesen hier auf einen massiven Rückgang der Verkaufszahlen von Chromebooks, der mit normalen Markteffekten nicht zu erklären ist. Im vierten Quartal 2020 wurden noch 13,1 Millionen Chromebooks von den Herstellern ausgeliefert. Im letzten Jahresviertel 2021 waren es nur noch 4,8 Millionen Stück.
Das entspricht einem Rückgang um 63,6 Prozent. Der gesamte PC-Markt konnte in diesem Zeitraum hingegen sogar ein leichtes Wachstum um 1 Prozent erreichen. Die Hersteller verbuchten die höchsten Verkaufszahlen seit dem Jahr 2012, als die Smartphone- und Tablet-Verkäufe dem Absatz einen herben Dämpfer verpassten, von dem sich die Branche erst durch die Corona-Pandemie wieder erholte.
Das hat mehrere Folgen für die Analyse der Marktentwicklung: So lässt sich derzeit nur bedingt etwas über die gesamte Nachfrage sagen. Denn wenn ausgerechnet eine ganze Produktkategorie, die auf einen massenhaften Absatz ausgelegt ist, aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht verkauft wird, kann der reale Bedarf am Markt kaum mit hinreichender Sicherheit bestimmt werden. Und die Situation sorgt auch dafür, dass sich entsprechend wenig darüber aussagen lässt, ob Chromebooks in ihrem Preisbereich eine realistische Chance gegen Windows-Systeme haben - denn die Entscheidung, welche Geräte letztlich auf dem Schreibtisch landen, trifft weniger der Verbraucher als der Hersteller.
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Das entspricht einem Rückgang um 63,6 Prozent. Der gesamte PC-Markt konnte in diesem Zeitraum hingegen sogar ein leichtes Wachstum um 1 Prozent erreichen. Die Hersteller verbuchten die höchsten Verkaufszahlen seit dem Jahr 2012, als die Smartphone- und Tablet-Verkäufe dem Absatz einen herben Dämpfer verpassten, von dem sich die Branche erst durch die Corona-Pandemie wieder erholte.
Reale Bedarfs-Analyse unmöglich
Der große Unterschied lässt sich laut den Marktforschern im Grunde nur damit erklären, dass die verschiedenen Produkt-Segmente sehr unterschiedlich mit den verfügbaren Komponenten versorgt werden. Das ist letztlich auch wenig verwunderlich. Denn bei den Windows-Notebooks - insbesondere jenen im oberen Preissegment - verbuchen die Hersteller noch ganz ordentliche Gewinnmargen. Bei den günstigen Chromebooks bleibt hingegen nur wenig hängen, weshalb sie in der Fertigung entsprechend geringe Priorität erhalten.Das hat mehrere Folgen für die Analyse der Marktentwicklung: So lässt sich derzeit nur bedingt etwas über die gesamte Nachfrage sagen. Denn wenn ausgerechnet eine ganze Produktkategorie, die auf einen massenhaften Absatz ausgelegt ist, aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht verkauft wird, kann der reale Bedarf am Markt kaum mit hinreichender Sicherheit bestimmt werden. Und die Situation sorgt auch dafür, dass sich entsprechend wenig darüber aussagen lässt, ob Chromebooks in ihrem Preisbereich eine realistische Chance gegen Windows-Systeme haben - denn die Entscheidung, welche Geräte letztlich auf dem Schreibtisch landen, trifft weniger der Verbraucher als der Hersteller.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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