Erleichterung für Microsoft:
Chromebook-Verkäufe brechen wieder ein

Chromebooks sind Notebooks, die vor allem im Bildungssektor zum Einsatz kommen. Weil die Geräte eine günstige Alternative zu Windows-basierten Laptops sind, geriet Microsoft dadurch in den letzten Jahren immer mehr unter Druck. Jetzt können die Redmonder erst mal aufatmen.
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Acer
Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Canalys lässt die Nachfrage rund um Chromebooks offenbar wieder deutlich nach, nachdem die Stückzahlen in Folge der Coronavirus-Pandemie erheblich zugenommen hatten. Anscheinend ist der Markt mittlerweile weitestgehend gesättigt, zumal die Schulen in vielen Regionen der Welt inzwischen wieder zum Präsenzunterricht übergegangen sind. Chromebook-Statistik Q3 2021Canalys: Chromebook-Statistik Q3 2021 Canalys zufolge begann im zweiten Quartal 2020 ein massiver Anstieg der Chromebook-Verkäufe, so dass die Stückzahlen um 275 Prozent zulegten. Damit wuchsen die Chromebooks um ein Vierfaches schneller als der gesamte Notebook-Markt. Innerhalb von drei Monaten ging es zunächst um 50 Prozent auf rund sechs Millionen Einheiten hoch. Bis Ende des ersten Quartals 2021 hatte sich der Anteil der Chromebooks am gesamten Notebook-Markt von neun auf 18 Prozent verdoppelt, so die Marktforscher.

Bildungskunden brauchten schnell viele Geräte

Weil die Schulen in den USA und vielen anderen Ländern im Zuge der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vielerorts geschlossen wurden, versuchten die Behörden häufig mit großen Budgets eine möglichst große Zahl von Notebooks für die Verwendung durch Schüler anzuschaffen. Auch bei Privatkunden stieg die Nachfrage nach Angaben des Marktforschungsnunternehmens IDC massiv an.

Siehe auch: Chromebook-Boom lässt nach: Hersteller bauen lieber teurere Laptops

Jüngst, also im dritten Quartal 2021, brach der Marktanteil der Chromebooks an den gesamten Notebook-Verkäufen jetzt massiv ein. Nachdem im zweiten Quartal 2021 noch einmal 18 Prozent aller verkauften Notebooks Chromebooks waren, waren es in den letzten drei Monaten wieder nur noch neun Prozent. Zwar sind die Stückzahlen weiterhin deutlich erhöht, aber dies gilt ohnehin auch für den gesamten Notebook-Markt.

Den Grund für den Rückgang des Chromebook-Anteils sieht man bei Canalys in einer Sättigung des Marktes im Bildungsbereich. Für die kommenden Monate sieht das Unternehmen allerdings noch Potenzial für weiterhin erhöhte Chromebook-Verkäufe. Unter anderem warten viele US-Bildungskunden noch auf große Summen aus einem Regierungsprogramm, das die Beschaffung von Geräten für den Schulalltag mit mehr als sieben Milliarden Dollar fördern soll.
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