Alle gegen Activision: Jetzt gibt es auch Kotick-Kritik von Nintendo
Activision Blizzard hat seit Monaten mit einem Missbrauchs- und Diskriminierungsskandal zu kämpfen. Dieser hat auch die höchste Führungsebene erreicht, denn CEO Bobby Kotick soll aktiv an der Vertuschung beteiligt gewesen sein. Und immer mehr Partner gehen auf Distanz.
Zuerst waren es die Chefs der Gaming-Sparten von Sony und auch Microsoft, nun folgt auch Nintendo: Denn die Konsolenhersteller haben Activision Blizzard, immerhin der umsatzstärkste Gaming-Publisher der Welt, mehr oder weniger offen kritisiert - und dem wichtigen Software-Partner auch offen die Rute ins Fenster gestellt. Die Mails, die PlayStation-Chef Jim Ryan und Xbox-Boss Phil Spencer (intern) verschickt haben, können und müssen auch als Aufforderung zum Handeln gelesen und sogar zum Rücktritt interpretiert werden.
Bowser weiter: "Ich finde diese Berichte erschreckend und beunruhigend. Sie widersprechen sowohl meinen Werten als auch Nintendos Überzeugungen, Werten und Richtlinien." Das Ganze ist wohl auch eine Ermahnung oder besser gesagt Erinnerung, die nach innen gerichtet ist. Ein anderes Ziel ist es aber sicherlich, Activision Blizzard daran zu erinnern, dass ohne konsequente Aufarbeitung die gesamte Branche in einem schlechten Licht dasteht.
Wie Fanbyte berichtet, schreibt Bowser außerdem, dass Nintendo "in Kontakt mit Activision" sei, bereits Maßnahmen ergriffen habe und weitere noch prüfe. Konkreter wird der Nintendo-Manager nicht, dennoch ist klar: Der Druck auf Bobby Kotick steigt.
Siehe auch:
Nintendo zieht nach
Nun hat auch Nintendo of America eine ganz ähnliche Mail an seine Mitarbeiter*innen verschickt. Doug Bowser, President des wichtigen Nordamerika-Geschäfts des japanischen Herstellers, schreibt in einer internen E-Mail: "Wie ihr alle habe auch ich die jüngsten Entwicklungen bei Activision Blizzard und die anhaltenden Berichte über sexuelle Belästigung und Toxizität in diesem Unternehmen verfolgt."Bowser weiter: "Ich finde diese Berichte erschreckend und beunruhigend. Sie widersprechen sowohl meinen Werten als auch Nintendos Überzeugungen, Werten und Richtlinien." Das Ganze ist wohl auch eine Ermahnung oder besser gesagt Erinnerung, die nach innen gerichtet ist. Ein anderes Ziel ist es aber sicherlich, Activision Blizzard daran zu erinnern, dass ohne konsequente Aufarbeitung die gesamte Branche in einem schlechten Licht dasteht.
Wie Fanbyte berichtet, schreibt Bowser außerdem, dass Nintendo "in Kontakt mit Activision" sei, bereits Maßnahmen ergriffen habe und weitere noch prüfe. Konkreter wird der Nintendo-Manager nicht, dennoch ist klar: Der Druck auf Bobby Kotick steigt.
Siehe auch:
- Activision Blizzard-CEO Bobby Kotick schließt Rücktritt nicht mehr aus
- Activision Blizzard: Mehr als 1300 Mitarbeiter fordern Rücktritt des CEOs
- Activision Blizzard: Microsoft 'beunruhigt', will Beziehung 'überdenken'
- PlayStation-Chef übt scharfe Kritik an Activision-Boss Bobby Kotick
- Activision-CEO soll Vergewaltiger gedeckt haben - Rufe nach Rücktritt
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