Activision Blizzard-CEO Bobby Kotick schließt Rücktritt nicht mehr aus
Der Publisher Activision Blizzard steckt seit vergangenem Sommer in einen Skandal rund um sexuelle Belästigung und Diskriminierung. Dieser erreichte zuletzt auch den CEO Bobby Kotick und der deutete erstmals an, dass ein Rücktritt für ihn in Frage kommt.
Bobby Kotick gilt nicht erst seit diesem Jahr als umstritten, bisher perlte aber jedwede Kritik am CEO von Activision Blizzard wie von Teflon ab. Doch nun ist sogar dessen Abgang nicht ausgeschlossen. Denn vergangene Woche wurde bekannt, dass Kotick deutlich mehr wusste als er es bisher zugegeben hat, er soll sogar versucht haben, einen Fall von Vergewaltigung zu vertuschen.
Dieser Druck kommt nun langsam, aber sicher auch beim CEO an. Denn auch wenn dieser nach wie vor die Rückendeckung des Aufsichtsrats genießt (da dieser großteils aus langjährigen Verbündeten besteht), deutete er erstmals an, dass er sich nicht bis zum bitteren Ende an seinen Chefsessel festklammern will, wie das Wall Street Journal berichtet.
Denn bei einem Treffen mit Führungskräften von Activision Blizzard sagte Kotick, dass er es "erwägt", das Unternehmen zu verlassen, wenn er es nicht schafft, die Belästigungsvorwürfe anzusprechen und die Probleme schnell aus der Welt zu schaffen. Bei einem anderen Meeting sagte Kotick, dass er sich für einige der Vorfälle, die unter seiner Aufsicht passiert seien, schäme und entschuldigte sich für die Art und Weise, wie er mit den sich entwickelnden Problemen umgegangen sei.
Daran darf man aber durchaus zweifeln, denn Kotick wird eben vorgeworfen, das aktiv und bewusst gedeckt zu haben. Er soll mitverantwortlich sein, dass es genau diese Unternehmenskultur überhaupt gibt. Dementsprechend darf man auch bezweifeln, dass er es mit seinen Rücktrittsgedanken allzu ernst meint.
Siehe auch:
(Fast) alle gegen Kotick
Seither steht der Chief Executive Officer unter Dauerbeschuss: Kritik gibt es nicht nur intern (eine Petition zum Rücktritt haben mittlerweile knapp 1800 Mitarbeiter unterschrieben), sondern auch extern. So haben sich mit Sony und Microsoft zuletzt zwei besonders wichtige Partner mehr oder weniger offen gegen Kotick ausgesprochen.Dieser Druck kommt nun langsam, aber sicher auch beim CEO an. Denn auch wenn dieser nach wie vor die Rückendeckung des Aufsichtsrats genießt (da dieser großteils aus langjährigen Verbündeten besteht), deutete er erstmals an, dass er sich nicht bis zum bitteren Ende an seinen Chefsessel festklammern will, wie das Wall Street Journal berichtet.
Denn bei einem Treffen mit Führungskräften von Activision Blizzard sagte Kotick, dass er es "erwägt", das Unternehmen zu verlassen, wenn er es nicht schafft, die Belästigungsvorwürfe anzusprechen und die Probleme schnell aus der Welt zu schaffen. Bei einem anderen Meeting sagte Kotick, dass er sich für einige der Vorfälle, die unter seiner Aufsicht passiert seien, schäme und entschuldigte sich für die Art und Weise, wie er mit den sich entwickelnden Problemen umgegangen sei.
Daran darf man aber durchaus zweifeln, denn Kotick wird eben vorgeworfen, das aktiv und bewusst gedeckt zu haben. Er soll mitverantwortlich sein, dass es genau diese Unternehmenskultur überhaupt gibt. Dementsprechend darf man auch bezweifeln, dass er es mit seinen Rücktrittsgedanken allzu ernst meint.
Siehe auch:
- Activision Blizzard: Mehr als 1300 Mitarbeiter fordern Rücktritt des CEOs
- Activision Blizzard: Microsoft 'beunruhigt', will Beziehung 'überdenken'
- PlayStation-Chef übt scharfe Kritik an Activision-Boss Bobby Kotick
- Activision-CEO soll Vergewaltiger gedeckt haben - Rufe nach Rücktritt
- Activision Blizzard-CEO Kotick bekommt freiwillig nur noch Mindestlohn
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