Vorwurf der "Bespitzelung" durch neues Microsoft 365-Feature
Ein Medienbericht beschuldigt Microsoft jetzt, mit einer neuen Technologie Mitarbeiter in Unternehmen mehr als nötig zu bespitzeln. Es geht dabei um ein neues Feature von Microsoft 365, welches der Sicherheit dienen soll und Whistleblowing verhindern könnte.
Die Vorwürfe stammen von ZDNet-Autor Chris Matyszczyk aus seiner "Technically Incorrect"-Kolumne. Matyszczyk schreibt: "Microsoft wird Sie jetzt wie nie zuvor bei der Arbeit bespitzeln. Sie glauben, dass Ihr Arbeitgeber nicht alles sehen kann, was Sie online tun? Einige neue Microsoft-Updates könnten Sie zum Nachdenken anregen." Es geht dabei um neue Sicherheitsfunktionen für Systemadministratoren, die in Microsoft 365 eingeführt werden. Die Funktionen befanden sich schon seit Anfang des Jahres in der Testphase und werden jetzt erweitert.
Für Matyszczyk klingt das nach einem erhöhten Maß an Überwachung dessen, was Mitarbeiter in den Browser eingeben. Unternehmen haben dabei einen Blick auf sogenannte riskante Aktivitäten. Die Frage ist dabei nur, wie das letztlich definiert wird, damit es eben nicht zu einer generellen Ausspitzelung der Mitarbeiter führt.
Ausschlaggebend für die Kritik an dem neuen Dienst ist zudem der folgende Satz in der Erläuterung zum Nutzen des Compliance Centers: "Kunden erkennen an, dass Einblicke in das Verhalten, den Charakter oder die Leistung des einzelnen Benutzers, die wesentlich mit der Beschäftigung zusammenhängen, vom Administrator berechnet und anderen im Unternehmen zugänglich gemacht werden können."
Was meint ihr dazu? Ist das ein Sturm im Wasserglas oder eine bedenkliche Entwicklung bei der Mitarbeiter-Überwachung?
"Enthusiasmus der Mitarbeiter für Regelverstöße eindämmen"
Microsoft bereitet laut Matyszczyk ein paar Updates vor, die "den Enthusiasmus der Mitarbeiter für Regelverstöße" eindämmen könnten. Entdeckt und hinterfragt hatte er das in der Microsoft Roadmap für neue Funktionen. Da kündigte der Konzern ein neues "Microsoft 365 Compliance Center: Insider-Risikomanagement" an, welches eine "verbesserte Sichtbarkeit von Browsern" bietet.Für Matyszczyk klingt das nach einem erhöhten Maß an Überwachung dessen, was Mitarbeiter in den Browser eingeben. Unternehmen haben dabei einen Blick auf sogenannte riskante Aktivitäten. Die Frage ist dabei nur, wie das letztlich definiert wird, damit es eben nicht zu einer generellen Ausspitzelung der Mitarbeiter führt.
Keule gegen Whistleblower?
Matyszczyk glaubt aber, dass die neuen Funktionen vor allem gegen Whistleblower in Unternehmen gerichtet sind, oder zumindest so genutzt werden können. Er verweist dabei auf die jüngsten Mitarbeiter-Skandale, die unter anderem bei Facebook, Apple und Co. aufgedeckt wurden und von Unternehmen schon durch eben solche Features, wie sie Microsoft nun präsentiert, im Keim erstickt werden könnten.Blick auf Datenspeicherung
Denn da heißt es: "Webbrowser werden häufig von Benutzern verwendet, um sowohl auf sensible als auch auf nicht sensible Dateien innerhalb einer Organisation zuzugreifen." Im Compliance Center werden zudem weiter überwacht: "Dateien, die auf persönliche Cloud-Speicher kopiert werden, Dateien, die auf lokale oder Netzwerkgeräte gedruckt werden, Dateien, die auf eine Netzwerkfreigabe übertragen oder kopiert werden, Dateien, die auf USB-Geräte kopiert werden."Ausschlaggebend für die Kritik an dem neuen Dienst ist zudem der folgende Satz in der Erläuterung zum Nutzen des Compliance Centers: "Kunden erkennen an, dass Einblicke in das Verhalten, den Charakter oder die Leistung des einzelnen Benutzers, die wesentlich mit der Beschäftigung zusammenhängen, vom Administrator berechnet und anderen im Unternehmen zugänglich gemacht werden können."
Was meint ihr dazu? Ist das ein Sturm im Wasserglas oder eine bedenkliche Entwicklung bei der Mitarbeiter-Überwachung?
Siehe auch:
Thema:
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
Videos zum Thema
- NiPoGi E3B: Mini-PC mit ungewöhnlichem Prozessor für Office & Co.
- Soayan MN-N5: Billiger Mini-PC für Office und Web im Test
- Blackview MP60: Günstiger Mini-PC für Office & Co. im Test
- Beelink EQR6: Mini-PC mit viel Power für die Office-Nutzung im Test
- Microsoft Loop ist da: Neue Office-App startet als Preview-Version
Beliebte Office-Downloads
Beliebt im Preisvergleich
- Office-Pakete:
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Beliebte Windows 11 FAQ Einträge
Neue Nachrichten
- Das 'Fire' ist aus: Neue Amazon-Alexa-Tablets mit Android & Play Store
- Trump Mobile gehackt und das zeigt, wie lächerlich wenig es sind
- Windows 11: Neues Vorschau-Update steht bereit - Das steckt alles drin
- AMD-Chefin Lisa Su: Gaming bleibt trotz KI Teil des Kerngeschäfts
- Fortnite-Spieler droht im Voice-Chat und wird vom FBI verhaftet
- Prospekt-Check: Diese 13 Angebote bei Media Markt & Saturn lohnen
- Luna (Prime Gaming): Amazon verschenkt 10 Spiele im Oktober 2026
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen