Facebook: Zuckerberg dementiert schwere Whistleblower-Vorwürfe
Facebook steht derzeit vor massiven Problemen und damit ist nicht der jüngste mehrstündige Ausfall gemeint. Denn vor dem US-Senat sagte eine Whistleblowerin drei Stunden lang aus und machte dem Netzwerk schwere Vorwürfe. Nun hat sich auch Mark Zuckerberg geäußert.
Facebook ist im Prinzip wie die Tabakindustrie. Das ist das Fazit von Whistleblowerin Frances Haugen. Denn die ehemalige Produktmanagerin sagte drei Stunden lang vor dem Unterausschuss für Verbraucherschutz, Produktsicherheit und Datensicherheit des US-Senats aus und ließ tief in das Innere des Unternehmens blicken. Der Vergleich mit Zigaretten ist durchaus treffend, denn wie "Big Tabacco" seinerzeit weiß auch Facebook sehr genau um die schädliche Wirkung seiner Produkte - nach außen soll davon aber möglich nichts dringen.
Die Vorwürfe sind umfangreich, unter anderem geht es um die toxische Wirkung von Diensten wie Instagram auf Kinder und Jugendliche. Auf problematische Inhalte werde nicht oder zu spät reagiert, bei Hetze, Diskriminierung und Falschinformation drücke Facebook mitunter beide Augen zu - teils, weil man unterbesetzt ist, teils aus Profitgier.
Facebook dementierte die Aussagen Haugens schon während der Anhörung, Facebook-Sprecher Andy Stone teilte etwa auf Twitter mit, dass die Whistleblowerin in bestimmten Abteilungen, darunter Kindersicherheit und Instagram, gar nicht gearbeitet habe und auch kein entsprechendes Insider-Wissen haben könne.
Zuckerberg sprach in einem Beitrag auf Facebook auch Berichte an, die diese und ähnliche Vorwürfe erhoben haben: "Von allem, was veröffentlicht wurde, sind mir die Fragen, die zu unserer Arbeit mit Kindern aufgeworfen wurden, besonders wichtig. Ich habe viel Zeit damit verbracht, darüber nachzudenken, welche Erfahrungen ich meinen Kindern und anderen online ermöglichen möchte, und es ist mir sehr wichtig, dass alles, was wir aufbauen, sicher und gut für Kinder ist."
Er sprach auch Haugens Aussagen direkt an und meinte, dass viele der Behauptungen "keinen Sinn ergeben" würden. "Das Argument, dass wir aus Profitgründen absichtlich Inhalte verbreiten, die Menschen wütend machen, ist zutiefst unlogisch."
Regierung soll handeln
Haugen: "Als wir merkten, dass die Tabakindustrie die Schäden versteckte, die sie verursachte, handelte die Regierung. Als wir merkten, dass Autos mit Gurten sicherer sind, handelte die Regierung. Ich bitte Sie inständig, das auch jetzt zu tun."Die Vorwürfe sind umfangreich, unter anderem geht es um die toxische Wirkung von Diensten wie Instagram auf Kinder und Jugendliche. Auf problematische Inhalte werde nicht oder zu spät reagiert, bei Hetze, Diskriminierung und Falschinformation drücke Facebook mitunter beide Augen zu - teils, weil man unterbesetzt ist, teils aus Profitgier.
Facebook dementierte die Aussagen Haugens schon während der Anhörung, Facebook-Sprecher Andy Stone teilte etwa auf Twitter mit, dass die Whistleblowerin in bestimmten Abteilungen, darunter Kindersicherheit und Instagram, gar nicht gearbeitet habe und auch kein entsprechendes Insider-Wissen haben könne.
Mark Zuckerberg dementiert
Wie CNBC berichtet, hat sich mittlerweile auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg zu den Vorwürfen zu Wort gemeldet und sagte: "Im Mittelpunkt dieser Anschuldigungen steht der Gedanke, dass wir den Profit über die Sicherheit und das Wohlbefinden stellen. Das ist einfach nicht wahr."Zuckerberg sprach in einem Beitrag auf Facebook auch Berichte an, die diese und ähnliche Vorwürfe erhoben haben: "Von allem, was veröffentlicht wurde, sind mir die Fragen, die zu unserer Arbeit mit Kindern aufgeworfen wurden, besonders wichtig. Ich habe viel Zeit damit verbracht, darüber nachzudenken, welche Erfahrungen ich meinen Kindern und anderen online ermöglichen möchte, und es ist mir sehr wichtig, dass alles, was wir aufbauen, sicher und gut für Kinder ist."
Er sprach auch Haugens Aussagen direkt an und meinte, dass viele der Behauptungen "keinen Sinn ergeben" würden. "Das Argument, dass wir aus Profitgründen absichtlich Inhalte verbreiten, die Menschen wütend machen, ist zutiefst unlogisch."
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