Vorwürfe: Apple soll Verstöße gegen Arbeitsrecht bewusst ignorieren
Apple und seine chinesischen Partner in der Zulieferer- oder Auftragsfertiger-Branche werden immer wieder mit Vorwürfen zum Arbeitsrecht konfrontiert. Der kalifornische Konzern sagt hier gerne, dass man nichts von Verstößen wisse. Diese Aussagen werden aber in Frage gestellt.
Das Leugnen von Verstößen gegen Arbeitsrechte ist mitnichten ein Apple-Problem, im Grunde machen das alle westlichen Unternehmen, die in Asien etwas produzieren lassen. Dabei spielt eine Rolle, dass die Firmen meist über ein kompliziertes Netzwerk an Sub-Unternehmen operieren und es relativ einfach ist, die Hände in Unschuld zu waschen und "Wir haben davon nicht gewusst, werden sofort die Konsequenzen ziehen" zu sagen. Ob das auch wirklich stimmt, lässt sich nur schwer beweisen.
Im Fall von Apple werden nun aber Vorwürfe laut, wonach der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino ein "Komplize" bei Verstößen von Zulieferern gegen chinesisches Arbeitsrecht war. Laut einem Bericht von The Information soll Apple seit Jahren entsprechende Berichte und Vorwürfe tolerieren bzw. ignorieren (via The Verge).
Konkret geht es um ein chinesisches Arbeitsgesetz, das es untersagt, in Fabriken mehr als zehn Prozent an temporären Arbeitskräften zu beschäftigen. Damit will man verhindern, dass diese Arbeiter, die in der Regel geringere Löhne erhalten, in zu großer Anzahl eingesetzt werden, um Kosten zu sparen.
Doch interne Dokumente zeigen nun, dass sich 2016 nichts geändert hat. Der Vorwurf: Apple hat davon gewusst und hat nichts oder nur wenig dagegen unternommen. Auch 2018 soll es neue Fälle gegeben haben: So hat eine Quanta-Fabrik, die Apple Watches herstellt, 5000 "temporäre" Arbeitskräfte angeheuert, um die Gesamtzahl auf 18.000 zu erhöhen. Wiederholte Verstöße werden auch bei Foxconn und Pegatron gemeldet. Im Fall von Pegatron wurde eine "Verwarnung" ausgesprochen, derartige Schritte sind aber selten.
Im Fall von Apple werden nun aber Vorwürfe laut, wonach der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino ein "Komplize" bei Verstößen von Zulieferern gegen chinesisches Arbeitsrecht war. Laut einem Bericht von The Information soll Apple seit Jahren entsprechende Berichte und Vorwürfe tolerieren bzw. ignorieren (via The Verge).
Konkret geht es um ein chinesisches Arbeitsgesetz, das es untersagt, in Fabriken mehr als zehn Prozent an temporären Arbeitskräften zu beschäftigen. Damit will man verhindern, dass diese Arbeiter, die in der Regel geringere Löhne erhalten, in zu großer Anzahl eingesetzt werden, um Kosten zu sparen.
Mindestens ein Auge zugedrückt
Das Gesetz wurde 2014 eingeführt, in diesem Jahr führte Apple auch eine Untersuchung durch, wie viele der eigenen Partner dagegen verstoßen. Apple fand heraus, dass von 326 Fabriken fast die Hälfte nicht gesetzeskonform agierte. Das war an sich nicht schlimm, denn das Gesetz sah vor, dass es eine rund zweijährige Übergangsphase gibt, während der die Unternehmen die Situation ändern können.Doch interne Dokumente zeigen nun, dass sich 2016 nichts geändert hat. Der Vorwurf: Apple hat davon gewusst und hat nichts oder nur wenig dagegen unternommen. Auch 2018 soll es neue Fälle gegeben haben: So hat eine Quanta-Fabrik, die Apple Watches herstellt, 5000 "temporäre" Arbeitskräfte angeheuert, um die Gesamtzahl auf 18.000 zu erhöhen. Wiederholte Verstöße werden auch bei Foxconn und Pegatron gemeldet. Im Fall von Pegatron wurde eine "Verwarnung" ausgesprochen, derartige Schritte sind aber selten.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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