500 TB in Glas: Praktikable Schreibrate für den Ewigkeitsspeicher

Wissenschaftler an der University of Southampton haben es geschafft, so genannte optische 5D-Speicher, die mit extrem hoher Speicherdichte und Langlebigkeit daherkommen, endlich auch in annehmbaren Schreib-Geschwindigkeiten zu füllen. Entsprechende Speicherverfahren, mit denen Informationen über Jahrhunderte und mehr aufbewahrt werden können, sind im Labor durchaus schon seit einiger Zeit bekannt. Wenn man allerdings die Haltbarkeit der Daten nicht massiv reduzieren wollte, blieben die Schreibgeschwindigkeiten auf einem nicht akzeptablen niedrigen Niveau. Das konnte man nun aber ändern.

Der Speicher funktioniert mit drei Layern an winzigen Punkten in einer Glasscheibe. Die 5D-Bezeichnung ergibt sich aus den fünf Dimensionen, die die Punkte einnehmen können: Drei sind die Position, einer die Ausrichtung und einer die Größe. Dadurch erreicht man letztlich eine Speicherdichte, die 10.000 Mal höher als bei einer Blu-ray-Disc ist. Auf einer Scheibe von wenigen Zentimetern Durchmesser lassen sich so bequem 500 Terabyte Daten ablegen. Glas-Speicher für ÄonenSpeicher für die Ewigkeit

In der Ruhe liegt die Kraft

Die Forscher haben zahlreiche Laser in unterschiedlichsten Leistungsklassen ausprobiert, um den Schreibvorgang zu optimieren. Inzwischen kommt man auf eine Datenrate von einer Million Voxels pro Sekunde. Das entspricht letztlich einer Schreibgeschwindigkeit von 230 Kilobyte pro Sekunde, was bereits eine deutliche Steigerung gegenüber den vorherigen Verfahren darstellt. Um eine 500-Terabyte-Scheibe zu füllen, würde man immer noch um die zwei Monate Zeit benötigen, was gemessen am Anwendungsfall - der Archivierung von Daten über extrem lange Zeiträume - aber durchaus verkraftbar wäre.

Die Daten bleiben auch erhalten, wenn man den Speicher Temperaturen von bis zu tausend Grad Celsius aussetzt. Die Kristallstruktur des Silikat-Glases ist außerdem stabil genug, um die Informationen theoretisch bis zu 13,8 Milliarden Jahre lesbar zu halten - das ist ein sehr viel längerer Zeitraum, als die Erde überhaupt existieren wird. Und man muss sich auch wenig Sorgen machen, dass die Informationen zukünftig aufgrund fehlender Lese-Technologie nicht mehr abgerufen werden könnten. Man benötigt im Grunde nur ein Mikroskop und ein Polarisationsprisma, um die Daten abzurufen.

Siehe auch: Speicher für tausende Jahre: Microsoft kauft synthetische DNA Forschung, Wissenschaft, Stockfotos, Labor, scientist, Physik, Science, Wissenschaftler, Laser, Frau, Experiment, Versuch, Naturwissenschaft, Laserstrahl Forschung, Wissenschaft, Stockfotos, Labor, scientist, Physik, Science, Wissenschaftler, Laser, Frau, Experiment, Versuch, Naturwissenschaft, Laserstrahl
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