Project Silica: Microsofts Datenspeicherung in Glas macht Fortschritte
Microsoft hatte vor einigen Jahren mit dem Project Silica für Aufsehen gesorgt, bei dem eine Technologie zur Datenspeicherung in Glas entwickelt wurde. Lange hörte man dann nur wenig - doch inzwischen ist die Technik weit über die Grundlagenforschung hinausgewachsen.
Grundlegend geht es darum, Informationen mit Lasern in Glas zu brennen, und zwar ins Innere der Kristallstruktur. In einer kleinen Glasscheibe von etwas mehr als der Größe einer Kreditkarte lassen sich inzwischen mehrere Terabyte Daten schreiben. Diese lassen sich dann problemlos über tausende von Jahren aufbewahren und sind auch relativ beständig gegenüber Umwelteinflüssen.
Während die Forscher anfangs noch rein im Labor arbeiteten, gibt es inzwischen ein komplettes Storage-System, das ähnlich funktioniert wie die Band-Archive, die bisher für die Archivierung genutzt werden. Die Glasscheiben lagern in Regalfächern, sie werden bei Bedarf von kleinen Robotern abgeholt und in das Lese-System gefahren.
Das Team arbeitet inzwischen eng mit den Kollegen aus der Azure-Abteilung zusammen, bei denen die Speichersysteme zukünftig auch zum Einsatz kommen sollen. So erhält man nicht nur Feedback zu den Anforderungen, gemeinsam arbeitet man auch an gemeinsamen Technologien, die Project Silica verbessern. Dazu gehören unter anderem verschiedene Lese-Algorithmen, die auf die KI-Systeme in der Azure-Infrastruktur zurückgreifen und die Technologie wesentlich effizienter machen.
Siehe auch:
- Microsoft entwickelt Technologie zur Datenspeicherung in Glas.
- Technik hat sich seit der Grundlagenforschung stark weiterentwickelt.
- Informationen werden mit Lasern in Glas gebrannt.
- Daten in Glas sind tausende von Jahren haltbar.
- Storage-System, das ähnlich wie Band-Archive funktioniert.
- Zusammenarbeit mit Azure-Abteilung zur Verbesserung der Technologie.
- Entwicklung von Lese-Algorithmen, die auf KI-Systeme zurückgreifen.
Langlebig und simpel
Anfangs ging es darum, überhaupt erst einmal die Grundlagen zu entwickeln, mit denen man sinnvoll Daten in Glas schreiben und auch wieder auslesen kann. Die Potenziale der Technologie hatte man damals aber bereits vor Augen. Seitdem hat sich nicht nur die Speicherdichte vergrößert, das Forschungsteam bei Microsoft hat auch Systeme für die praktische Nutzung der Technik gebaut.Grundlegend geht es darum, Informationen mit Lasern in Glas zu brennen, und zwar ins Innere der Kristallstruktur. In einer kleinen Glasscheibe von etwas mehr als der Größe einer Kreditkarte lassen sich inzwischen mehrere Terabyte Daten schreiben. Diese lassen sich dann problemlos über tausende von Jahren aufbewahren und sind auch relativ beständig gegenüber Umwelteinflüssen.
Project Silica: Entwickler präsentieren den aktuellen Stand
Während die Forscher anfangs noch rein im Labor arbeiteten, gibt es inzwischen ein komplettes Storage-System, das ähnlich funktioniert wie die Band-Archive, die bisher für die Archivierung genutzt werden. Die Glasscheiben lagern in Regalfächern, sie werden bei Bedarf von kleinen Robotern abgeholt und in das Lese-System gefahren.
Azure-Team ist beteiligt
"Ein Festplattenlaufwerk hält vielleicht fünf Jahre. Ein Band, nun ja, wenn man mutig ist, hält es vielleicht zehn Jahre. Aber wenn die Lebensdauer abgelaufen ist, muss man sie neu kopieren. Und das ist, offen gesagt, nicht nur schwierig, sondern auch nicht nachhaltig, wenn man bedenkt, wie viel Energie und Ressourcen wir dabei verbrauchen", erklärte Ant Rowstron, einer der führenden Entwickler bei Project Silica.Das Team arbeitet inzwischen eng mit den Kollegen aus der Azure-Abteilung zusammen, bei denen die Speichersysteme zukünftig auch zum Einsatz kommen sollen. So erhält man nicht nur Feedback zu den Anforderungen, gemeinsam arbeitet man auch an gemeinsamen Technologien, die Project Silica verbessern. Dazu gehören unter anderem verschiedene Lese-Algorithmen, die auf die KI-Systeme in der Azure-Infrastruktur zurückgreifen und die Technologie wesentlich effizienter machen.
Siehe auch:
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Beliebte Downloads
Videos zum Thema Cloud
Beiträge aus dem Forum
-
Figma ist ein cloudbasiertes Design-Tool,
d-hubs -
Neu: Google Drive und Google Docs können
d-hubs -
LibreOffice-News: Office bald in Browser, Mobile und Cloud
d-hubs -
Nextcloud und IONOS bringen am 9. Juni die erste stabile Version
d-hubs -
Droid2PC: Android und Mac sinnvoll ohne Cloud-Zwang verbinden
Droid2PC_DE -
Nextcloud-Server auf einem Raspberry Pi betreiben
d-hubs -
#CloudFest Hackathon :: vom 20-22. März '26
d-hubs -
Datei öffnen dauert 30 Sekunden OneDrive
haylebob -
immich - Open-Source-Software: eine komplette Foto-Cloud
d-hubs -
Nextcloud Talk: MS-Teams Alternat., Open Source & DSGVO-kompatibel
d-hubs
Interessante Links
Beliebt im Preisvergleich
- NAS-Systeme:
Neue Nachrichten
- Teslas Roadster hebt ab - das Internet zieht ihn durch den Kakao
- Google und Microsoft streichen XSLT: Optische Folgen für das Web
- Regulärer Support vorbei: So geht es mit Windows Server 2022 weiter
- Galaxy OS statt One UI 10: Samsung plant angeblich große Änderungen
- Smart App Control gestört: Windows 11 hat ein Sicherheits-Problem
- MwSt. geschenkt: 19%-Aktion jetzt bei Media Markt und Saturn
- Windows Recovery: Microsoft liefert neue Updates für Windows 11 & 10
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen