Google Fi: Telefon-Dienst bekommt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Der Suchmaschinenkonzern Google hat seinem Mobilfunk-Dienst Fi eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung spendiert. Standardmäßig sind Telefon-Anrufe nicht durchgehend verschlüsselt. Das Feature wird in den nächsten Wochen ausgerollt und steht nur Android-Nutzern zur Verfügung.
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Gesprächspartner müssen Google Fi-Kunden sein

Das hat Google in einem Blog-Eintrag angekündigt. Mit der Verschlüsselung hat auch der Anbieter nicht die Möglichkeit, Telefonate aufzuzeichnen. Das Sicherheits-Feature wurde in die auf Android-Geräten vorhandene Telefon-App implementiert. Die Funktion wird nur aktiviert, wenn beide Gesprächspartner Kunden des in den USA angebotenen Fi-Services sind. Google FiGoogle Fi-Nutzer können nun von einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung profitieren
Bislang hat Google keine Details zur Funktionsweise der Verschlüsselung genannt. Das Feature soll sowohl bei WLAN- als auch Voice-over-LTE-Anrufen eingesetzt werden können. Außerdem ist unklar, ob die verschlüsselten Telefonate als Sprachanrufe oder auf Basis des übertragenen Datenvolumens abgerechnet werden.

Nutzung nur auf Android-Geräten möglich

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kann ausschließlich auf Android-Geräten verwendet werden. Da iPhone-Nutzer auf die von Apple bereitgestellte Telefon-App angewiesen sind, kann Google seine Technologie hier nicht integrieren.

Es wäre allerdings möglich, dass Google zukünftig mit weiteren Herstellern und Mobilfunk-Anbietern zusammenarbeitet und einen einheitlichen Standard veröffentlicht. Bis eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Mobilfunknetzen hierzulande zum Einsatz kommt, könnten allerdings noch Jahre vergehen. Bis dahin müssen Nutzer, die großen Wert auf Privatsphäre legen, auf verschlüsselte Voice-over-IP-Dienste wie SIP, Skype und WhatsApp zurückgreifen.

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