Nova 8i & 9: Huawei versucht es nochmal mit Smartphones ohne Google

Huawei versucht es ein weiteres Mal. Mit dem Huawei Nova 9 und dem Huawei Nova 8i kommen in Kürze zwei neue Smartphones des vom US-Embargo hart getroffenen chinesischen Herstellers in Europa auf den Markt. Nur weil Google fehlt, werden die Geräte nicht günstiger. Das Huawei Nova 9 und das Huawei Nova 8i kommen nach Europa. Trotz der fehlenden Unterstützung für die Google-Apps und -Services versucht der chinesische Konzern mit den beiden neuen Mittelklasse-Smartphones erneut seine mittlerweile verschwindend geringen Marktanteile auf hiesigen Märkten zu verteidigen.

Während das Huawei Nova 8i mit einem vom Mate 30 inspirierten Design aufwartet und mit 6/128GB zu Preisen ab 349 Euro vertrieben werden soll, kostet das Huawei Nova 9 mit 8/128GB beachtliche 549,99 Euro und sieht im Grunde aus wie das Honor 50, das die frühere Tochtermarke Honor gegen Ende Oktober zu rund 50 Euro günstigeren Preisen in Deutschland auf den Markt bringt.

Älterer 4G-Prozessor im Nova 8i

Technisch sind die beiden neuen Huawei-Smartphones aufgrund des US-Embargos etwas beschränkt. So steckt im Huawei Nova 8i zwar, abgesehen von der Plattform, durchaus eine attraktive Ausstattung rund um ein 6,67 Zoll großes Display, dabei handelt es sich aber um ein IPS-LCD und die CPU ist wohl der größte Schwachpunkt, wenn man von der Software absieht.

Wegen des US-Embargos verwendet Huawei einen Snapdragon 662 Octacore-SoC von Qualcomm, der ohne 5G-Support auskommt. Die US-Handelsbeschränkungen verbieten es Qualcomm schließlich, Huawei mit 5G-fähigen Chips zu versorgen. Qualcomm hat aber praktisch keine aktuellen SoCs mehr ohne 5G im Sortiment, so dass man auf den bereits fast zwei Jahre alten Chip zurückgreifen muss.

Aktueller Qualcomm-Chip im Nova 9 - aber ohne 5G

Beim Huawei Nova 9 kommt auch in Europa der Snapdragon 778G zum Einsatz, der ein aktueller, im 6-Nanometer-Maßstab gefertigtes SoC der oberen Mittelklasse ist. Allerdings deaktivieren Huawei und sein Zulieferer Qualcomm hier ebenfalls die 5G-Unterstützung, so dass man mit einem auf LTE beschränkten Chip arbeiten muss, der eigentlich auch die neuen Mobilfunknetze unterstützen könnte. Als Betriebssystem läuft Harmony OS 2.0, das im Grunde eine stark angepasste Variante von Android 10 bzw. im Fall des Nova 9 sogar Android 11 ist.

Die beiden neuen Huawei-Smartphones haben wie erwähnt ein für viele Kunden übergroßes Problem gemeinsam: sie dürfen nicht mit Google Play Store und Google-Apps vertrieben werden. Auch die Nachinstallation ist nicht möglich, so dass man mit Huaweis App Gallery und anderen alternativen Lösungen arbeiten muss. Für die meisten Kunden dürften die Geräte deshalb "Dead on Arrival" sein.

Die Angaben zu den Preisen stammen übrigens im Fall des Huawei Nova 8i von der italienischen Huawei-Website, während die Angaben zum Nova 9 von einem anderen südeuropäischen Händler stammen und somit hierzulande geringer ausfallen können. Die offizielle Ankündigung der beiden neuen Huawei-Smartphones für Europa steht noch aus. Smartphone, Google, Huawei, Nova, Huawei Nova 8i Smartphone, Google, Huawei, Nova, Huawei Nova 8i Huawei
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