"Bild" setzt Rotstift an:
Mitarbeiter müssen gehen, KI macht Layout
Die Bild ist die auflagenstärkste Zeitung Deutschlands und galt viele Jahre lang als Cashcow von Axel Springer SE. Doch seit Längerem laufen die Geschäfte schlecht, der Verlag hat sich auch verkalkuliert, unter anderem bei Bild TV. Das hat nun Konsequenzen.
Der Springer-Verlag hat sich in den vergangenen Jahren intensiv auf Expansionskurs begeben und zahlreiche Medien übernommen, darunter Business Insider und Politico. Auch die wohl wichtigste Marke sollte wachsen und sich wandeln, nicht nur gen Internet, sondern mit Bild-TV auch in Richtung Fernsehen. Inhaltlich hat die Bild ihren politischen Polarisierungskurs fortgesetzt, doch wirklich bezahlt machte sich dieser nicht.
Nun wird die Rechnung präsentiert, denn wie das Handelsblatt berichtet, hat Springer einen tiefgreifenden Umbau beschlossen. Bluten müssen vor allem die Bild-Kernmarken. Heute wurden Mitarbeiter per E-Mail darüber in Kenntnis gesetzt, mehrere Hundert davon werden sich neue Jobs suchen müssen. "Wir trennen uns von Produkten, Projekten und Prozessen, die wirtschaftlich nie wieder erfolgreich werden können", so die Konzernleitung.
Die meisten Mitarbeiter trifft es in der Produktion, deren Jobs sollen zu einem signifikanten Teil KI-Lösungen übernehmen. Das Layout der gedruckten Zeitung werde künftig komplett automatisiert erfolgen, so Springer. Print wird auch immer mehr zum Nebenprodukt von Online: Die Artikel der gedruckten Bild werden ab 1. Januar 2024 komplett aus den Inhalten aus dem Web übernommen.
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Nun wird die Rechnung präsentiert, denn wie das Handelsblatt berichtet, hat Springer einen tiefgreifenden Umbau beschlossen. Bluten müssen vor allem die Bild-Kernmarken. Heute wurden Mitarbeiter per E-Mail darüber in Kenntnis gesetzt, mehrere Hundert davon werden sich neue Jobs suchen müssen. "Wir trennen uns von Produkten, Projekten und Prozessen, die wirtschaftlich nie wieder erfolgreich werden können", so die Konzernleitung.
Regionalausgaben, Management und Produktion
Konkret wird ein Drittel aller Regionalausgaben gekürzt, statt den bisherigen 18 wird es künftig nur noch zwölf davon geben. Von den Entlassungen betroffen sind auch Führungskräfte: "Die Funktionen der Redaktionsleiter, Blattmacher, Korrektoren, Sekretariate und Foto-Redakteure wird es so wie heute nicht mehr geben", schreibt das Unternehmen dazu in der erwähnten Mail.Die meisten Mitarbeiter trifft es in der Produktion, deren Jobs sollen zu einem signifikanten Teil KI-Lösungen übernehmen. Das Layout der gedruckten Zeitung werde künftig komplett automatisiert erfolgen, so Springer. Print wird auch immer mehr zum Nebenprodukt von Online: Die Artikel der gedruckten Bild werden ab 1. Januar 2024 komplett aus den Inhalten aus dem Web übernommen.
Zusammenfassung
- Bild wird umgebaut, Mitarbeiter entlassen, Führungskräfte ebenfalls.
- Drittel aller Regionalausgaben gekürzt, statt 18 nur noch 12.
- Redaktionsleiter, Korrektoren, Foto-Redakteure werden teils abgeschafft.
- Produktion wird durch KI-Lösungen ersetzt, Layout automatisiert.
- Artikel der gedruckten Bild wird künftig aus Web-Inhalten übernommen.
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