"AppleToo": Angestellte wollen Missstände bei Apple aufdecken
Zuletzt hat es in der IT- und Gaming-Industrie immer wieder Fälle gegeben, bei denen sexuelle Belästigung und Benachteiligung aufgeflogen sind. Der sicherlich prominenteste aktuelle Fall war und ist Activision Blizzard. Und die Sache ist nicht zu Ende, denn nun rumort es bei Apple.
Der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino hat bis heute das Image eines Unternehmens, das irgendwo zwischen Eliten und Hippies steht. Apple pflegt seit jeher das Image des sauberen und "guten" Herstellers, bei dem auch intern "Friede, Freude, Eierkuchen" herrscht. Doch offenbar gibt es wie so oft Unterschiede zwischen Selbst-Marketing und Realität.
AppleToo will herausfinden, wie weit verbreitet solche Probleme bei Apple sind. Die Macher wollen über eine Webseite von Mitarbeitern aller Unternehmens- und Management-Ebenen Berichte zu den Themen Benachteiligung und Belästigung sammeln. Konkrete Vorwürfe macht man nicht, deutet aber doch klar an, dass hinter den Kulissen einiges im Argen ist.
So heißt es auf der Seite: "Zu lange hat sich Apple der öffentlichen Kontrolle entzogen. Die Wahrheit ist, dass die Kultur der Geheimhaltung für viele Apple-Mitarbeiter eine undurchsichtige, einschüchternde Festung darstellt." Vor allem für Minderheiten aller Art sei das ein bestehendes Problem. "Wenn wir auf Rechenschaftspflicht und Wiedergutmachung für die anhaltenden Ungerechtigkeiten drängen, die wir an unserem Arbeitsplatz beobachten oder erleben, werden wir mit einem Muster von Isolation, Erniedrigung und Verleumdung konfrontiert."
Das soll nun ein Ende haben, so die Organisatoren: "Wir haben alle internen Möglichkeiten ausgeschöpft. Wir haben mit unseren Führungskräften gesprochen. Wir haben uns an das People-Team gewandt. Wir haben es über Business Conduct eskalieren lassen. Nichts hat sich geändert. Es ist an der Zeit, anders zu denken (Anm.: Im Original 'Think Different', also eine Anspielung auf den berühmten Werbeslogan von Apple)."
Wie The Verge berichtet, hat AppleToo bereits prominente Unterstützer*innen, darunter Timnit Gebru. Diese wurde von Google Ende 2020 überraschend entlassen und der Suchmaschinenriese wurde dafür heftig kritisiert. Gebru hat aber bis 2018 bei Apple gearbeitet, hat sich zu ihrer Zeit dort bisher nicht öffentlich geäußert.
Nun aber bricht sie ihr Schweigen: "Als ich bei Apple war, habe ich so viele ungeheuerliche Dinge erlebt und mich immer gefragt, wie sie es schaffen, aus dem Rampenlicht zu verschwinden. Ich bin froh, dass sich die Apple-Beschäftigten organisieren. Es ist höchste Zeit, dass Apple zur Rechenschaft gezogen wird."
AppleToo - auch Apple?
Denn aktuell formiert sich in Cupertino eine interne Organisation bzw. Initiative, die sich "AppleToo" nennt. Das ist natürlich eine Anspielung auf die MeToo-Bewegung, die sich Ende 2017 in sozialen Medien geformt und viele Fälle von Belästigung und Missbrauch aufgedeckt hat.AppleToo will herausfinden, wie weit verbreitet solche Probleme bei Apple sind. Die Macher wollen über eine Webseite von Mitarbeitern aller Unternehmens- und Management-Ebenen Berichte zu den Themen Benachteiligung und Belästigung sammeln. Konkrete Vorwürfe macht man nicht, deutet aber doch klar an, dass hinter den Kulissen einiges im Argen ist.
So heißt es auf der Seite: "Zu lange hat sich Apple der öffentlichen Kontrolle entzogen. Die Wahrheit ist, dass die Kultur der Geheimhaltung für viele Apple-Mitarbeiter eine undurchsichtige, einschüchternde Festung darstellt." Vor allem für Minderheiten aller Art sei das ein bestehendes Problem. "Wenn wir auf Rechenschaftspflicht und Wiedergutmachung für die anhaltenden Ungerechtigkeiten drängen, die wir an unserem Arbeitsplatz beobachten oder erleben, werden wir mit einem Muster von Isolation, Erniedrigung und Verleumdung konfrontiert."
Das soll nun ein Ende haben, so die Organisatoren: "Wir haben alle internen Möglichkeiten ausgeschöpft. Wir haben mit unseren Führungskräften gesprochen. Wir haben uns an das People-Team gewandt. Wir haben es über Business Conduct eskalieren lassen. Nichts hat sich geändert. Es ist an der Zeit, anders zu denken (Anm.: Im Original 'Think Different', also eine Anspielung auf den berühmten Werbeslogan von Apple)."
Wie The Verge berichtet, hat AppleToo bereits prominente Unterstützer*innen, darunter Timnit Gebru. Diese wurde von Google Ende 2020 überraschend entlassen und der Suchmaschinenriese wurde dafür heftig kritisiert. Gebru hat aber bis 2018 bei Apple gearbeitet, hat sich zu ihrer Zeit dort bisher nicht öffentlich geäußert.
Nun aber bricht sie ihr Schweigen: "Als ich bei Apple war, habe ich so viele ungeheuerliche Dinge erlebt und mich immer gefragt, wie sie es schaffen, aus dem Rampenlicht zu verschwinden. Ich bin froh, dass sich die Apple-Beschäftigten organisieren. Es ist höchste Zeit, dass Apple zur Rechenschaft gezogen wird."
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