So wurde Microsoft um 10 Mio. Dollar in Xbox-Gutscheinen betrogen

Microsoft ist über Monate von einem Mitarbeiter betrogen worden, der eigentlich dafür zuständig war, Einkäufe in Microsofts Online-Store zu simulieren und nach Fehlern im Zahlungssystem zu suchen. Am Ende hatte er den Konzern um mehr als zehn Millionen Dollar erleichtert. Jetzt berichtet Bloomberg mit einem interessanten Hintergrund-Artikel über den Fall. Es geht dabei um einen jungen Microsoft-Entwickler, der mittlerweile verurteilt ist, über acht Millionen Dollar an Microsoft zahlen muss und bis 2027 in den USA im Gefängnis sitzt. Anschließend droht ihm die Abschiebung in sein Heimatland, die Ukraine. Bloomberg erzählt, wie der junge Mann, der sich selbst "Vova" nennt, Microsoft um mehr als zehn Millionen Dollar erleichtern konnte.

Es fing dabei zunächst ganz harmlos an. Vova hatte einen Vollzeitjob in der Microsoft-Zentrale in Redmond, Washington, angetreten und testete die E-Commerce-Infrastruktur des Unternehmens. Bloomberg schreibt: "Die Aufgabe seines Teams bestand darin, Einkäufe in Microsofts Online-Store zu simulieren und nach Fehlern im Zahlungssystem zu suchen. Das bedeutete, dass man viele Scheinkäufe im Laden machen musste. Wenn Kvashuk einen Dell PC in den Warenkorb legte, benutzte er eine gefälschte Kreditkarte, die Microsoft zur Verfügung gestellt hatte, schloss die Transaktion ab und dokumentierte alle Fehler. Das System wusste, dass der Kauf gefälscht war und würde das Gerät nicht an seine Haustür liefern. Zumindest sollte das so passieren."


Ein dummer, offensichtlicher Fehler im System

Doch eines Tages entdeckt er einen Fehler, der sein Leben verändern sollte. "Einen Fehler, der so dumm und offensichtlich war, dass er sich nicht dazu durchringen konnte, ihn seinen Managern zu melden." Ihm fiel auf, dass der Microsoft Store, wann immer er Einkäufe von Geschenkkarten testete, echte Codes ausgab. Es dämmerte ihm: Er konnte praktisch unbegrenzt Codes generieren, und das kostenlos.

Es ging dabei um Xbox-Gutscheinkarten. Diese haben einen 5x5 Code, zum Beispiel DD9J9-MXXXC-3Y6XD-3QH2C-PWDWZ. Dieser Code kann bis zu 100 Dollar wert sein, je nachdem, was man für den Gutschein bezahlt und die Gutscheinkarte so auflädt. Vova fing also klein an und erstellte Xbox-Karten im Wert zwischen zehn und 100 Dollar. Als ihn Bundesagenten nach rund zwei Jahren erwischten, hatte er mehr als 152.000 Xbox-Geschenkkarten im Wert von 10,1 Millionen Dollar gestohlen und lebte von dem Erlös in einem Haus am See, fuhr einen rund 160.000 Dollar teuren Tesla und wollte sich eine Jacht und ein Wasserflugzeug zulegen.

Wie er so lange unentdeckt blieb und wie er die Gutscheinkarten zu Geld machen konnte, ist nun erstmals seit seiner Verurteilung im vergangenen November auch öffentlich beleuchtet worden.

Um seine Identität zu verschleiern, nutze der Betrüger auch die Logins seiner Kollegen. Dann erstellte er Anfang 2018 ein Computerprogramm namens PurchaseFlow.CS, um die Dinge zu beschleunigen. Mit ein paar Klicks in der App konnte er einen Geschenkkartenwert, die ausgegebene Währung (US-Dollar, Euro, britische Pfund) und die gewünschte Anzahl der Einkäufe auswählen. Er begann die Gutscheine im Internet - meist in Übersee - mit 55 Prozent Rabatt zu verkaufen. Vor allem suchte er Käufer, die große Gutschein-Pakete kaufen wollten und mit Bitcoin zahlten.

Sein sich anhäufendes Bitcoin-Vermögen erklärte er dann übrigens mit einer Erbschaft und Geldgeschenken, die er frühzeitig in Bitcoin angelegt habe und so nun profitiere. Microsoft war ihm aber schon auf der Spur. Zunächst bemerkte das Fraud Investigation Strike Team (kurz FIST), einen unerklärlichen Anstieg von Online-Einkäufen mit Geschenkkartencodes. Man verdächtigte zunächst Betrug von außen, stellte dann aber schnell fest, dass es sich um einen Insider-Job handelte. Microsoft hatte viele der gestohlenen Geschenkkarten auf eine schwarze Liste gesetzt, bevor sie eingelöst wurden, wodurch sie für Wiederverkäufer wertlos wurden. Die Finanzbehörden konnten zudem die Krypto-Gelder verfolgen. Im Februar 2020 wurde Vova schließlich wegen Geldwäsche, Identitätsdiebstahls, Postbetrugs sowie der Einreichung falscher Steuererklärungen angeklagt und verurteilt. Mehr zu seiner Geschichte erfahrt ihr bei Bloomberg. Microsoft, Gaming, Spiele, Konsole, Spielkonsole, Xbox, Spiel, Games, Konsolen, Spielekonsole, Spielekonsolen, Controller, Xbox Series X, Xbox Live, Xbox Series S, Xbox Game Pass, Microsoft Xbox Series X, Xbox Game Pass Ultimate, Xbox Controller, Microsoft Xbox Microsoft, Gaming, Spiele, Konsole, Spielkonsole, Xbox, Spiel, Games, Konsolen, Spielekonsole, Spielekonsolen, Controller, Xbox Series X, Xbox Live, Xbox Series S, Xbox Game Pass, Microsoft Xbox Series X, Xbox Game Pass Ultimate, Xbox Controller, Microsoft Xbox
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