Philips: Gift in Beatmungsgeräten zwingt zu extrem teurem Rückruf

Für Philips läuft der Konzernumbau nicht besonders gut ab. Das Unternehmen hat viele seiner altehrwürdigen Geschäftsbereiche verkauft und will sich auf den medizinischen Sektor konzentrieren - los geht es mit einer extrem teuren Rückruf-Aktion. Medizinprodukte sind im allgemeinen ziemlich lukrativ und auch relativ krisensicher - immerhin wird unsere Gesellschaft alles andere als zunehmend gesünder. Wenn hier allerdings etwas schiefläuft, kann es auch schnell sehr teuer werden. Das spürt man bei dem niederländischen Konzern nun bei einem Problem, das man mit einem bestimmten Typ von Beatmungsgeräten hat.

Die fraglichen Beatmungsgeräte sind für Menschen bestimmt, die unter Schlafapnoe leiden. Bei dieser Störung setzt während des Schlafes immer wieder die Atmung aus, wodurch eine ganze Reihe von Folgeerscheinungen auftreten kann. Die Beatmungsgeräte sorgen hier dafür, dass die Atemwege nicht blockiert werden und der Nutzer normal durchschlafen und sich erholen kann.

Giftige Krümel

In den Philips-Systemen kam allerdings ein schalldämpfender Schaumstoff zum Einsatz, der sich zersetzen kann. Die dabei frei werdenden Partikel können von den Nutzern eingeatmet oder verschluckt werden. Und sie stehen unter Verdacht, giftig oder krebserregend zu sein. Für den US-Markt startete man direkt eine Rückruf-Aktion, im Rest der Welt gilt erst einmal eine Warnung vor dem Problem, was daran liegt, dass die Geräte in anderen Märkten offiziell nicht vertrieben werden.

Ein Rückruf an sich ist bereits teuer, wenn es hier darüber hinaus zu Problemen kommt, können aber auch schnell noch umfassende Schadensersatz-Klagen drohen. Philips hat daher vorsorglich 500 Millionen Euro zurückgelegt, um auf Schwierigkeiten reagieren zu können. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden arbeitet man derzeit an einer Lösung der Sache.

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