Chips und Co.: 3M steigt aus Produktion von Ewigkeits-Chemikalien aus
Der US-Industriekonzern 3M hat angekündigt, die Produktion der so genannten "Ewigkeits-Chemikalien" demnächst komplett einzustellen. Es geht um PFAS, die unter anderem in vielen Elektronik-Produkten zum Einsatz kommen.
Die Perfluoralkyl- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) werden aufgrund verschiedener nützlicher Eigenschaften zur Produktion vieler Produkte verwendet. Sie spielen beispielsweise bei der Produktion von Halbleiter-Komponenten eine wichtige Rolle. Aber auch in anderen Bauteilen von Smartphones und Co. sind sie nahezu allgegenwärtig.
In den letzten Jahren rückten aber auch immer stärker die mit ihnen verbundenen Probleme in den Blickpunkt. So rührt die Bezeichnung als Ewigkeits-Chemikalien daher, dass sie so stabil sind, dass es so gut wie keine Abbau-Prozesse gibt. Die Stoffe reichern sich daher zunehmend in der Natur und den Nahrungsketten an. Ihnen werden inzwischen lebertoxische, krebserregende und fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften zugeschrieben. Babys nehmen die Substanzen sowohl über die Plazenta, als auch später über die Muttermilch auf.
Allerdings erfolgt dieser Schritt nicht aufgrund dessen, dass die Konzernleitung plötzlich eine besondere Verantwortung für Umwelt und Menschen verspürte. Vielmehr führte ein zunehmender juristischer Druck zu diesem Schritt. Unter anderem hatte der kalifornische Generalstaatsanwalt Klage gegen 3M und auch den Chemiekonzern DuPont eingereicht, um zu erreichen, dass diese finanziell für die schädlichen Folgen der PFAS aufkommen. Und auch auf politischer Ebene gibt es verschiedene Initiativen, die Verwendung der Stoffe einzuschränken.
Daraufhin hatten bereits einige Aktionäre gefordert, dass das Management einen Ausstiegsplan erarbeitet. Denn obwohl dieser durchaus Umsatzeinbußen und zusätzliche Kosten mit sich bringt, ist das finanzielle Risiko einer Wetierführung der Produktion doch ungleich höher. Angesichts der Bedeutung 3Ms in der PFAS-Branche wird nun erwartet, dass die Ausstiegs-Ankündigung auch bei anderen Produzenten eine entsprechende Wirkung nach sich ziehen wird.
Siehe auch:
In den letzten Jahren rückten aber auch immer stärker die mit ihnen verbundenen Probleme in den Blickpunkt. So rührt die Bezeichnung als Ewigkeits-Chemikalien daher, dass sie so stabil sind, dass es so gut wie keine Abbau-Prozesse gibt. Die Stoffe reichern sich daher zunehmend in der Natur und den Nahrungsketten an. Ihnen werden inzwischen lebertoxische, krebserregende und fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften zugeschrieben. Babys nehmen die Substanzen sowohl über die Plazenta, als auch später über die Muttermilch auf.
Druck nimmt zu
3M gehört zu den großen Produzenten dieser Stoffe und generiert mit diesen einen Jahresumsatz von 1,3 Milliarden Dollar. Doch nun kündigte das Management an, die Herstellung bis zum Jahr 2025 komplett einzustellen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Die Kunden müssen sich also zügig darauf einstellen, mit Alternativen zu planen, die die Anforderungen vielleicht nicht im gleichen Maße erfüllen.Allerdings erfolgt dieser Schritt nicht aufgrund dessen, dass die Konzernleitung plötzlich eine besondere Verantwortung für Umwelt und Menschen verspürte. Vielmehr führte ein zunehmender juristischer Druck zu diesem Schritt. Unter anderem hatte der kalifornische Generalstaatsanwalt Klage gegen 3M und auch den Chemiekonzern DuPont eingereicht, um zu erreichen, dass diese finanziell für die schädlichen Folgen der PFAS aufkommen. Und auch auf politischer Ebene gibt es verschiedene Initiativen, die Verwendung der Stoffe einzuschränken.
Daraufhin hatten bereits einige Aktionäre gefordert, dass das Management einen Ausstiegsplan erarbeitet. Denn obwohl dieser durchaus Umsatzeinbußen und zusätzliche Kosten mit sich bringt, ist das finanzielle Risiko einer Wetierführung der Produktion doch ungleich höher. Angesichts der Bedeutung 3Ms in der PFAS-Branche wird nun erwartet, dass die Ausstiegs-Ankündigung auch bei anderen Produzenten eine entsprechende Wirkung nach sich ziehen wird.
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