Giropay: Einheitliches System soll PayPal endlich verdrängen

Die deutschen Banken und Sparkassen wollen es endlich schaffen, dem US-Unternehmen PayPal Kunden abzunehmen. Bisher scheiterte dies vor allem an einer fehlenden einheitlichen Lösung, die jetzt mit Giropay aber starten soll. Seit Jahren versuchen die verschiedenen Gruppen von Finanzhäusern mit jeweils eigenen Diensten im Markt zu punkten. Das Ergebnis sieht dabei so aus, dass die meisten Nutzer diese Services schlicht ignorieren und alle gemeinsam bei PayPal angemeldet sind. Es hat etwas gedauert, bis die Banken daraus Schlussfolgerungen gezogen haben, doch nun soll der große Gegenangriff starten.

Im März teilte der Branchenverband deutscher Banken, in dem die fünf großen Einzelverbände der Kreditwirtschaft zusammengeschlossen sind, mit, dass man sich auf eine Vereinigung aller Systeme unter der Marke Giropay verständigt habe. Dies wird allerdings ein stufenweiser Prozess. Heute geht es aber zumindest los und die Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken überführen ihren Dienst Kwitt in das neue "Giropay Geld-Senden".

Schritt für Schritt

Der nächste Schritt kommt dann am Mittwoch, wenn auch die Händler-Anbindungen mit Paydirekt auf Giropay umgestellt werden. Es wird aber wohl einige Zeit dauern, bis das neue System dann auch bei den verschiedenen teilnehmenden Finanzinstituten wirklich umgesetzt ist. Dann aber soll es endlich dabei helfen, den Marktanteil der bankeneigenen Angebote zu steigern - diese kommen bisher gerade einmal auf einen Anteil von rund 2 Prozent an den Transaktionen zwischen Verbrauchern und Händlern.

Für Händler hat die Neuerung den Vorteil, dass sie dann nicht mehr mit verschiedenen Anbietern Verträge über die Einbindung von Bezahldiensten abschließen müssen. Es genügt nun ein System, über das dann quasi alle Bankkunden in Deutschland erreicht werden. Die Verbraucher können dann Giropay direkt in ihren Online-Banking-Einstellungen aktivieren und müssen nicht mehr ein Konto bei einem externen Payment-Dienst unterhalten.

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