Windows 10: Microsoft wirft Store-Prinzipien über Bord, öffnet Plattform
Microsoft will offenbar den Windows-10-eigenen Store bzw. die App grundlegend überarbeiten und dabei eine Reihe von bisher festen Prinzipien aufgeben. Die Plattform soll offener werden, so dass Software-Anbieter ihre Produkte flexibler anbieten können.
Wie Windows Central-Autor Zac Bowden von Microsoft-nahen Quellen erfahren hat, will der Softwarekonzern eine neue Store-App für Windows 10 einführen, die eine modernere Oberfläche mit Fluid-Design mit sich bringt. Außerdem sollen die Regelungen für den Vertrieb und die Art der über den Windows Store erhältlichen Anwendungen erheblich gelockert und offener werden, heißt es.
Das Ziel der diversen geplanten Neuerungen ist natürlich, den Windows Store für Entwickler und Anwender gleichermaßen deutlich attraktiver zu machen. Die Plattform soll dadurch populärer werden, schließlich fristet sie bisher abseits des Unternehmenskontexts weitestgehend ein Schattendasein. Auch der Umgang mit dem Store soll durch das große Update leichter werden.
Die neue Store-App soll wieder eine UWP-Anwendung (Universal Windows Platform) sein und monatlich mit Updates und Funktionen aktualisiert werden. Unter anderem will Microsoft dem Bericht zufolge dafür sorgen, dass der Download von neuer Software über die App schneller und stabiler erfolgt als bisher. Gerade bei großen Software-Pakete und Spielen soll dies den Nutzern zugutekommen.
Optisch orientiert sich Microsoft angeblich an den Konzepten, die man allgemein für die gegen Ende des Jahres erwartete nächste Major-Version von Windows 10 und das damit geplante Neu-Design mit dem Codenamen "Sun Valley" im Pflichtenheft stehen hat. Wie viele andere mitgelieferte Windows 10-Apps wird auch der Store mit neuen Layouts, WinUI-Designs, neuen Symbolen und flüssigen Animationen aufgewertet, heißt es.
Im Grunde können Software-Entwickler somit ihre bereits bestehenden Win32-Apps endlich ohne Anpassungen des vorhandenen Codes auch über den Windows Store vertreiben. Bisher mussten die Anwendungen stets ein MSIX-Paket nutzen und Microsofts Update- und Commerce-Lösungen verwenden.
Außerdem ist es künftig sogar möglich, ganz normale .exe- oder -msi-Dateien für den Vertrieb über den Store einzureichen und die Aktualisierung der Software über unabhängige Server vorzunehmen. Damit können die Entwickler ihre Produkte trotz der Vermarktung über den Microsoft-eigenen Store auch unabhängig davon aktualisieren - egal wann und wie.
Bisher wurden Programme mit eigener Update-Funktion immer abgelehnt, so dass bekannte Produkte wie Chrome von Google und die Tools aus der Adobe Creative Cloud nie im offiziellen Store unter Windows 10 zu finden waren. Auch Microsofts eigene Produkte wie Teams, Office, Edge und Visual Studio waren nicht in der Store-App verfügbar. All dies soll sich gegen Ende des Jahres 2021 ändern, denn dann erscheint angeblich die neue Windows Store-App im Zuge des Launchs von "Sun Valley".
Einen ersten Ausblick will Microsoft dem Vernehmen nach im Zuge seiner Entwicklerkonferenz Build 2021 geben, bevor dann recht bald mit einer öffentlichen Vorschau zu rechnen sein dürfte.
Siehe auch:
Das Ziel der diversen geplanten Neuerungen ist natürlich, den Windows Store für Entwickler und Anwender gleichermaßen deutlich attraktiver zu machen. Die Plattform soll dadurch populärer werden, schließlich fristet sie bisher abseits des Unternehmenskontexts weitestgehend ein Schattendasein. Auch der Umgang mit dem Store soll durch das große Update leichter werden.
Die neue Store-App soll wieder eine UWP-Anwendung (Universal Windows Platform) sein und monatlich mit Updates und Funktionen aktualisiert werden. Unter anderem will Microsoft dem Bericht zufolge dafür sorgen, dass der Download von neuer Software über die App schneller und stabiler erfolgt als bisher. Gerade bei großen Software-Pakete und Spielen soll dies den Nutzern zugutekommen.
Optisch orientiert sich Microsoft angeblich an den Konzepten, die man allgemein für die gegen Ende des Jahres erwartete nächste Major-Version von Windows 10 und das damit geplante Neu-Design mit dem Codenamen "Sun Valley" im Pflichtenheft stehen hat. Wie viele andere mitgelieferte Windows 10-Apps wird auch der Store mit neuen Layouts, WinUI-Designs, neuen Symbolen und flüssigen Animationen aufgewertet, heißt es.
Store wird für externe Updates und Win32-Anwendungen geöffnet
Fast noch wichtiger als das Design sind aber wohl die geplanten Änderungen auf Plattformseite, also "politischer" Natur. Die wichtigsten Neuerungen sind die Möglichkeit zum Vertrieb von Win32-Anwendungen in Paketen über den Store, die Option für Software-Anbieter, die Apps und Updates über ihre eigenen Server auszuliefern sowie der Wegfall von Einschränkungen bei der Wahl von Zahlungs- und Commerce-Plattformen in den Apps, die über den Store angeboten werden dürfen.Im Grunde können Software-Entwickler somit ihre bereits bestehenden Win32-Apps endlich ohne Anpassungen des vorhandenen Codes auch über den Windows Store vertreiben. Bisher mussten die Anwendungen stets ein MSIX-Paket nutzen und Microsofts Update- und Commerce-Lösungen verwenden.
Außerdem ist es künftig sogar möglich, ganz normale .exe- oder -msi-Dateien für den Vertrieb über den Store einzureichen und die Aktualisierung der Software über unabhängige Server vorzunehmen. Damit können die Entwickler ihre Produkte trotz der Vermarktung über den Microsoft-eigenen Store auch unabhängig davon aktualisieren - egal wann und wie.
Bisher wurden Programme mit eigener Update-Funktion immer abgelehnt, so dass bekannte Produkte wie Chrome von Google und die Tools aus der Adobe Creative Cloud nie im offiziellen Store unter Windows 10 zu finden waren. Auch Microsofts eigene Produkte wie Teams, Office, Edge und Visual Studio waren nicht in der Store-App verfügbar. All dies soll sich gegen Ende des Jahres 2021 ändern, denn dann erscheint angeblich die neue Windows Store-App im Zuge des Launchs von "Sun Valley".
Einen ersten Ausblick will Microsoft dem Vernehmen nach im Zuge seiner Entwicklerkonferenz Build 2021 geben, bevor dann recht bald mit einer öffentlichen Vorschau zu rechnen sein dürfte.
Siehe auch:
- Windows 10 "Sun Valley": Neue runde System-Icons zeigen sich
- Windows 10: Weitere Elemente erhalten per "Sun Valley" runde Ecken
- Windows 10: Dark Mode soll mit "Sun Valley" konsistenter werden
- Windows 10: Neue "Sun Valley"-Oberfläche erreicht die Your Phone-App
- Windows 10: Microsoft arbeitet an Re-Design mit Codename 'Sun Valley'
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