Microsoft: App Store ist schlimmer für den Wettbewerb als Windows
Auch von hochrangiger Seite Microsofts aus, versucht man die Wettbewerbsbehörden auf den Konkurrenten Apple anzusetzen. Brad Smith, der den Posten des President inne hat, bezeichnete den App Store des Computerherstellers als echtes Problem.
Smith weiß aus seiner eigenen Karriere heraus sehr genau, worauf die Wettbewerbshüter auf staatlicher Seite anspringen. Denn er leitete die Rechtsabteilung des Redmonder Konzerns, als dieser seine großen Wettbewerbs-Verfahren durchlaufen musste. Wegen des Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung der Windows-Plattform zugunsten des eigenen Browsers musste das Unternehmen damals hohe Strafzahlungen leisten und einige Veränderungen an Produkten vornehmen.
Nun traf sich Smith in einer anderen Rolle mit dem Wettbewerbs-Ausschuss des US-Repräsentantenhauses: Während er hier früher die Geschäftspraktiken Microsofts verteidigen musste, konnte er nun quasi als Zeuge über die vermeintlichen Probleme anderer Unternehmen sprechen. In der Anhörung verwies Smith darauf, dass die Mitglieder des Gremiums sich die Vertragsklauseln der Download-Kataloge auf den Mobile-Plattformen genauer anschauen sollten. Denn diese seien für den freien Wettbewerb eine größere Bedrohung als es Windows je war. Das berichtete die US-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf einen Teilnehmer an den Gesprächen, der nicht namentlich genannt werden wollte.
Ersichtlich wird dies auch aus dem zeitlichen Zusammenhang. Die fragliche Anhörung fand statt, kurz nachdem die Wettbewerbshüter der EU-Kommission eine Untersuchung gegen Apples App Store-Regelungen eingeleitet hatten. Hier geht es letztlich darum, ob das Unternehmen die Kontrolle über den Zugang zu seiner iOS-Plattform missbraucht, um die Anbieter von Apps zu überzogenen Provisionszahlungen zu verpflichten.
Nun traf sich Smith in einer anderen Rolle mit dem Wettbewerbs-Ausschuss des US-Repräsentantenhauses: Während er hier früher die Geschäftspraktiken Microsofts verteidigen musste, konnte er nun quasi als Zeuge über die vermeintlichen Probleme anderer Unternehmen sprechen. In der Anhörung verwies Smith darauf, dass die Mitglieder des Gremiums sich die Vertragsklauseln der Download-Kataloge auf den Mobile-Plattformen genauer anschauen sollten. Denn diese seien für den freien Wettbewerb eine größere Bedrohung als es Windows je war. Das berichtete die US-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf einen Teilnehmer an den Gesprächen, der nicht namentlich genannt werden wollte.
Dezent schieben
Apple wurde von Smith dabei nicht explizit erwähnt. Das ist angesichts der Geschichte Microsofts in diesem Zusammenhang und der langen Rivalität beider Unternehmen auch durchaus klug. Denn es könnte schnell als fadenscheiniger Trick angesehen werden, wenn er den Konzern aus Cupertino direkt anschwärzt. Dass Apple aber gemeint war, bestätigte später sogar ein Sprecher des Konzerns ganz offiziell.Ersichtlich wird dies auch aus dem zeitlichen Zusammenhang. Die fragliche Anhörung fand statt, kurz nachdem die Wettbewerbshüter der EU-Kommission eine Untersuchung gegen Apples App Store-Regelungen eingeleitet hatten. Hier geht es letztlich darum, ob das Unternehmen die Kontrolle über den Zugang zu seiner iOS-Plattform missbraucht, um die Anbieter von Apps zu überzogenen Provisionszahlungen zu verpflichten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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