SolarWinds-Hack: USA bringen Sanktionen gegen Russland auf den Weg

Der SolarWinds-Hack war einer der größten und spektakulärsten Angriffe der vergangenen Jahre und vielleicht sogar aller Zeiten. Auch wenn es immer noch keine 100-prozentigen Beweise gibt, sind sich die USA sicher, dass Russland dahintersteckt und das hat nun Folgen.
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Der SolarWinds-Hack bzw. dessen Varianten begannen im September 2019 und wurden Ende des Vorjahres aufgedeckt. Es gilt als wahrscheinlich bis nahezu sicher, dass die als Cozy Bear bekannte Hacker-Gruppe dahintersteckt und es ist alles andere als ein Geheimnis, dass diese direkt für den russischen Geheimdienst FSB tätig ist.

Das Weiße Haus hat nun erneut auf den Hack reagiert und dieses Mal bleibt es nicht bei Worten und Verurteilungen. Denn US-Präsident Joe Biden hat eine Executive Order unterschrieben, die einerseits die Ausweisung zehn russischer Diplomaten zum Inhalt hat und andererseits Sanktionen gegen Russland auf den Weg bringt.

Versuchte Wahlbeeinflussung

Das Weiße Haus bzw. Präsident Joe Biden werfen Russland vor, dass der Hack zum Ziel gehabt habe, "die Durchführung von freien und fairen demo­kra­tischen Wahlen und de­mo­kra­tischen Institutionen in den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten und Partnern zu untergraben".

Die Sanktionen sind vor allem finanzieller Natur. Genauer gesagt werden Russland mehrere Restriktionen im Kampf gegen Staats­ver­schuldung (etwa ein Verbot des Handels mit Rubel-Anleihen) auferlegt. Diese sollen es der Regierung des Landes schwieriger machen, Geld zu beschaffen und die Währung zu stützen. Die Sanktionen haben auch 32 Individuen als Ziel, denen vorgeworfen wird, an der versuchten Manipulation der US-Wahlen im Vorjahr beteiligt gewesen zu sein.

Die aktuellen Sanktionen hängen allerdings nicht ausschließlich mit dem SolarWinds-Hack zusammen. Sie gelten auch als Druckmittel, um den aktuellen russischen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine zu stoppen.

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