Microsoft: SolarWinds-Hacker sind wieder aktiv, schon tausende Opfer
Die Tätergruppe hinter dem umfassenden SolarWinds-Hack ist wieder aktiv geworden. Darauf haben Sicherheitsexperten Microsofts hingewiesen, die die Gruppe in den letzten Monaten unter besonderer Beobachtung hielten.
"Wir beobachten seit dieser Woche Cyberattacken durch den Betreiber Nobelium, bei denen Regierungsbehörden, Think Tanks und auch Nichtregierungsorganisationen angegriffen werden", teilte Microsoft mit. Hinter Nobelium stehen laut den bisher gesammelten Indizien Personen aus Russland. Die Gruppe machte sich im vergangenen Jahr durch den SolarWinds-Hack einen Namen, durch den sehr viele Unternehmen in aller Welt erfolgreich angegriffen wurden.
Die neuen Aktivitäten, die von Microsoft beobachtet wurden, finden allerdings unabhängig von den früheren Angriffen statt. Nobelium konnte hierbei nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen rund 3000 E-Mail-Accounts in über 150 verschiedenen Organisationen übernehmen. Die meisten Attacken erfolgten gegen Ziele in den USA, insgesamt verteilen sich die Opfer aber auf bisher mindestens 24 Länder.
Wie genau die neue Angriffswelle ausgeführt wird, ist bisher nicht im Detail ausgeführt worden. Man erklärte lediglich, dass es keinen Grund zu der Annahme gäbe, dass Microsoft-Produkte eine besondere Rolle spielen würden. Beim SolarWinds-Hack war es den Angreifern gelungen, Schadcode in eine der am häufigsten verwendeten Applikationen zur Verwaltung großer Netzwerke einzuschleusen, womit man dann Zugang zu zahlreichen Konzernnetzen weltweit bekam.
Die neuen Aktivitäten, die von Microsoft beobachtet wurden, finden allerdings unabhängig von den früheren Angriffen statt. Nobelium konnte hierbei nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen rund 3000 E-Mail-Accounts in über 150 verschiedenen Organisationen übernehmen. Die meisten Attacken erfolgten gegen Ziele in den USA, insgesamt verteilen sich die Opfer aber auf bisher mindestens 24 Länder.
Noch wenig Details
Einen direkten Schwerpunkt konnten die Microsoft-Experten noch nicht feststellen. Etwa ein Viertel der betroffenen Organisationen arbeite demnach im Bereich der internationalen Entwicklung, der humanitären Hilfe und der Menschenrechte. Damit ist dieser Bereich etwas überrepräsentiert, was aber durchaus auch ein Zufall sein kann. Die Angriffe nahmen allerdings auch beim United States Agency For International Development (USAID) ihren Anfang.Wie genau die neue Angriffswelle ausgeführt wird, ist bisher nicht im Detail ausgeführt worden. Man erklärte lediglich, dass es keinen Grund zu der Annahme gäbe, dass Microsoft-Produkte eine besondere Rolle spielen würden. Beim SolarWinds-Hack war es den Angreifern gelungen, Schadcode in eine der am häufigsten verwendeten Applikationen zur Verwaltung großer Netzwerke einzuschleusen, womit man dann Zugang zu zahlreichen Konzernnetzen weltweit bekam.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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