Microsoft und Google: Alle Browser sollen endlich gleich funktionieren

Microsoft und Google wollen einen neuen Anlauf starten, die vielfältigen Browser-Engines auf einen einheitlichen technischen Stand zu bringen. Das soll insbesondere Web-Entwicklern die Arbeit deutlich erleichtern. Seit jeher sind die Entwickler einen nicht unwesentlichen Teil ihrer Zeit damit beschäftigt, dafür zu sorgen, dass ihre Projekte in allen Browsern möglichst gleich aussehen und funktionieren. In dem Bereich hat sich durchaus schon viel getan - zumindest im Vergleich zu Zeiten, in denen selbst einfache Webseiten in einem anderen Browser komplett in sich zerfielen. Trotzdem ist man noch längst nicht bei einem einheitlichen Stand angekommen.

Google und Microsoft haben daher im Rahmen der Compat2021-Initiative eine Weiterentwicklung angestoßen. Im ersten Schritt wurden erst einmal fünf Basis-Probleme identifiziert, auf denen sich die meisten Inkompatibilitäten aufbauen:

  • CSS Flexbox
  • CSS Grid
  • CSS position: sticky
  • CSS aspect-ratio property
  • CSS transforms

Punktesystem soll helfen

Das führt letztlich dazu, dass vom grund­le­gen­den Layout über Formulare bis hin zu Animationen immer wieder Probleme auf­tre­ten. Im Zuge ihrer Initiative wurde auch ein Bewertungs-Maßstab entwickelt, an dem Punkte ausgemacht werden sollen, an denen unbedingt an­ge­setzt werden muss. Hier wurden erst einmal Chrome, Edge, Firefox und Safari einer Bewer­tung unter­zogen, bei der maximal 100 Punkte - 20 für jeden der fünf Problem­bereiche - erzielt werden können.

Wenig überraschend schneiden dabei die Browser der beiden Initiatoren des Systems am besten ab. Chrome und Edge aus dem Dev-Channel kommen auf 86 Punkte, während Firefox Nightly 83 Punkte bekommt und eine Safari Preview lediglich 64. Die Stable-Releases schneiden bei allen vier Browsern derzeit noch etwas schlechter ab. Wahrscheinlich dürften die Wertungen etwas anders ausfallen, wenn die Definitionen jeweils aus Sicht der anderen Hersteller vorgenommen worden wären. Klar ist allerdings, dass es weiterhin deutliche Unterschiede gibt und die Anbieter etwas tun müssen, um auf einen einheitlicheren gemeinsamen Nenner zu kommen.

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