Zoom-Müde: Wissenschaft erklärt, warum Video-Konferenzen stressen
Ein Team von Wissenschaftlern hat in einer Studie untersucht, warum sich viele Menschen durch die starke Zunahme an Videokonferenzen gestresst und ausgelaugt fühlen. Sie machen vier Faktoren aus, die maßgeblich zur "Zoom-Ermüdung" beitragen.
Der erste Faktor, der laut Ansicht der Wissenschaftler zu dem Phänomen beträgt: übermäßiger Augenkontakt. "Die soziale Angst vor öffentlichen Auftritten ist eine der größten Phobien, die es in unserer Bevölkerung gibt", erklärt Bailenson. Die "unnatürliche" Anzahl an Augenpaaren, die bei Videokonferenzen scheinbar immer auf uns gerichtet sind, können hier einen ganz ähnlichen lähmenden Effekt haben.
Nutzt man Zoom & Co. über viele Stunden am Stück, wechseln wir laut den Forschern "wegen der ständigen Nähe anderer Gesichter" in einen "hyper-erregten Zustand". Um die Reaktion des Gehirns auf diese scheinbar intensive Nähe über Stunden abzumildern, empfiehlt das Team das Programm-Fenster zu verkleinern und von Vollbild-Nutzung prinzipiell abzusehen.
Zu guter Letzt sieht Bailenson noch einen letzten entscheidenden Faktor für Zoom-Müdigkeit: "Man muss darauf achten, dass der Kopf in der Mitte des Videos eingerahmt ist", sagt er. "Wenn man jemandem zeigen will, dass man zustimmt, muss man übertrieben nicken oder den Daumen nach oben strecken. Das erhöht die kognitive Belastung, da man mentale Kalorien verbraucht, um zu kommunizieren."
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Zoom-Calls ohne Ende machen viele Menschen mürbe
Der Professor Jeremy Bailenson ist Gründer des Stanford Virtual Human Interaction Lab (VHIL), das sich seit rund 17 Jahren psychologische und verhaltensbezogene Reaktionen von Menschen auf digitale Inhalte zum Zentrum der Forschung macht. In einer von Experten gegengeprüften wissenschaftlichen Arbeit für das Journal "Technology, Mind and Behavior" hat das Team rund um Bailenson jetzt einen aktuellen Trend genauer beleuchtet: Viele fühlen sich von der großen Anzahl an Videokonferenzen zunehmend überfordert. Wie Stanford News schreibt, hat das Team jetzt erstmals "systematisch die Zoom-Müdigkeit aus einer psychologischen Perspektive dekonstruiert".Der erste Faktor, der laut Ansicht der Wissenschaftler zu dem Phänomen beträgt: übermäßiger Augenkontakt. "Die soziale Angst vor öffentlichen Auftritten ist eine der größten Phobien, die es in unserer Bevölkerung gibt", erklärt Bailenson. Die "unnatürliche" Anzahl an Augenpaaren, die bei Videokonferenzen scheinbar immer auf uns gerichtet sind, können hier einen ganz ähnlichen lähmenden Effekt haben.
Nutzt man Zoom & Co. über viele Stunden am Stück, wechseln wir laut den Forschern "wegen der ständigen Nähe anderer Gesichter" in einen "hyper-erregten Zustand". Um die Reaktion des Gehirns auf diese scheinbar intensive Nähe über Stunden abzumildern, empfiehlt das Team das Programm-Fenster zu verkleinern und von Vollbild-Nutzung prinzipiell abzusehen.
Sich selber sehen kostet Kraft
Und auch ständig sich selbst betrachten zu können, kann laut Bailenson ermüdend sein, "als würde einem ständig jemand mit einem Spiegel folgen". Auch hier sollte diese Ansicht möglichst klein gewählt oder im besten Fall ganz deaktiviert werden. Die Forscher regen hier sogar an, dass Anbieter von Videokonferenz-Software diese Funktion eigentlich im besten Fall während der Meetings deaktivieren sollten. Auch die deutlich reduzierte Möglichkeit sich zu bewegen, kann bei Zoom-Meetings demnach Frust auslösen. Hier folgt die Empfehlung, durch eine externe Kamera mehr Raum für Bewegung zu schaffen oder die Kamera einfach regelmäßig für Bewegungseinheiten zu deaktivieren.Zu guter Letzt sieht Bailenson noch einen letzten entscheidenden Faktor für Zoom-Müdigkeit: "Man muss darauf achten, dass der Kopf in der Mitte des Videos eingerahmt ist", sagt er. "Wenn man jemandem zeigen will, dass man zustimmt, muss man übertrieben nicken oder den Daumen nach oben strecken. Das erhöht die kognitive Belastung, da man mentale Kalorien verbraucht, um zu kommunizieren."
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