Zoom baut für Corona-Ausklang vor:
E-Mail und Kalender kommen dazu

Die Videoconferencing-Plattform Zoom will ihren enormen Erfolg dieses Jahres nutzen und gleich mal einige Branchengrößen mit neuen Features attackieren. Bald soll man auch E-Mails und Termine mit der Anwendung verwalten können.
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Die beiden Services werden insbesondere im Business-Bereich weitgehend von Microsoft und teils auch von Google abgedeckt. Zoom würde also versuchen, sich hier mit mächtigen Geg­nern anzulegen. Ganz chancenlos wäre das Unterfangen allerdings auch nicht. Immerhin hat die Corona-Krise dem Anbieter einen enormen Schub gebracht und dafür gesorgt, dass die App auf zahlreichen Rechnern in diversen Organisationen und Unternehmen installiert ist.

Dort, wo die Anwendung inzwischen ohnehin zu einem zentralen Punkt der täglichen Arbeitskommunikation geworden ist, wäre es natürlich sinnvoll, auch gleich die Möglichkeit anzubieten, E-Mails zu bearbeiten und Kalender zu führen. Die dafür benötigten Erweiterungen werden bei Zoom wohl schon seit einiger Zeit entwickelt, wie aus einem Bericht des Magazins The Information hervorgeht.

Video allein reicht nicht

Dabei wird der E-Mail-Dienst als erstes bereitgestellt. Dieser soll irgendwann nach dem Jahreswechsel erstmals für öffentliche Tests zur Verfügung stehen, einen offiziellen Termin gibt es derzeit allerdings noch nicht. Die Kalender-Erweiterung folgt dann einige Zeit später, hieß es.

Der Ansatz ist für Zoom nicht nur sinnvoll, sondern könnte sich auch als entscheidende Weiterentwicklung für die Zukunft entpuppen. Denn nun, da langsam erste Impf-Kampagnen gegen Corona angelaufen sind, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis viele Beschäftigte aus dem Homeoffice in die Büros zurückkehren. Das kann dann schnell dazu führen, dass Zoom als Videoconferencing-Service deutlich seltener benötigt wird. Wenn bis dahin erweiterte Features vorhanden sind, könnte die Software zumindest bei einem Teil der Anwender ihre bisherige Bedeutung behalten.

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