Alter zeigt sich: Neuer Hüllenriss in der ISS gefunden, weitere vermutet
Die ISS kommt langsam aber sicher in die Jahre. Nachdem schon im letzten Jahr wiederholt Probleme mit Hülle und Technik aufgetreten waren, scheint sich die Lage 2021 zuzuspitzen. Im russischen Teil wurde ein neuer Hüllenbruch entdeckt, kritisch ist die Lage aber bisher nicht.
"Bisher haben wir eine Stelle gefunden und vermuten eine weitere, an der eine Art Leck existiert. Wir müssen jetzt ein leistungsfähiges Mikroskop auf einem Fracht-Raumschiff auf die Station bringen, um diesen Ort zu untersuchen. Bisher sind wir noch nicht ganz sicher", so der Kopf der russischen Mission, Vladimir Solovyov, laut der Nachrichtenagentur Tass. Solovyov setzt ein Ausrufezeichen hinter die Tatsache, dass durch die Lecks keine Gefahr für die Besatzung besteht.
Wie der Kosmonaut ausführt, würden Notfall-Protokolle auf der Station ab einem Druckabfall von 0.5 bis 1 mmHg pro Minute ausgelöst. Aktuell würde man durch das neu entdeckte Leck aber lediglich ungefähr 0.3 bis 0.4 mmHg pro Tag verlieren. "Wir arbeiten natürlich daran. Jedem ist klar, dass diese Stellen ein Problem sind. Außerdem könnte es noch einige andere Stellen geben, aber darin liegt für uns kein Schrecken", so Solovyov.
Und schon wieder findet sich im russischen Modul ein Loch
Eines sind die Verantwortlichen immer bemüht zu betonen: Alle Probleme, mit denen die ISS zu kämpfen hat - wir hatten wiederholt in unserem Forschung & Wissenschaft-Special berichtet - sind aktuell noch kein großer Grund zur Sorge. Allerdings zeigt die erhöhte Schlagzahl, mit der Meldungen zu Löchern, technischen Problemen und anderen Schwierigkeiten von der Internationalen Raumstation die Erde erreichen, dass das hochkomplexe System im All in die Jahre kommt. Jetzt muss Russland vermelden, dass ein neuer "Hüllenbruch" entdeckt wurde, außerdem werden weitere Lecks vermutet. Infografik: Die Raumstation ISS in Zahlen
"Bisher haben wir eine Stelle gefunden und vermuten eine weitere, an der eine Art Leck existiert. Wir müssen jetzt ein leistungsfähiges Mikroskop auf einem Fracht-Raumschiff auf die Station bringen, um diesen Ort zu untersuchen. Bisher sind wir noch nicht ganz sicher", so der Kopf der russischen Mission, Vladimir Solovyov, laut der Nachrichtenagentur Tass. Solovyov setzt ein Ausrufezeichen hinter die Tatsache, dass durch die Lecks keine Gefahr für die Besatzung besteht.
Wie der Kosmonaut ausführt, würden Notfall-Protokolle auf der Station ab einem Druckabfall von 0.5 bis 1 mmHg pro Minute ausgelöst. Aktuell würde man durch das neu entdeckte Leck aber lediglich ungefähr 0.3 bis 0.4 mmHg pro Tag verlieren. "Wir arbeiten natürlich daran. Jedem ist klar, dass diese Stellen ein Problem sind. Außerdem könnte es noch einige andere Stellen geben, aber darin liegt für uns kein Schrecken", so Solovyov.
Die Zukunft steht noch nicht fest
Das aktuelle Ereignis kommt für die ISS zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Noch im Frühjahr wollen sich alle beteiligten Parteien darauf einigen, ob die bis 2025 finanzierte Mission noch einmal verlängert werden soll. Während einige die ISS als unabdingbares Sprungbrett für Pläne wie die Rückkehr zum Mond und Flüge zum Mars ansehen, führen Kritiker vor allem die anhaltenden Probleme als Argument für den Aufbau anderer Lösungen an.
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