Mehrheit der Eltern sieht kaum Verbesserung beim digitalen Lernen

Auf Schulschließungen sollen digitale Lernangebote eine Antwort geben. Doch eine Umfrage unter deutschen Eltern zeigt: Die Mehrheit sieht auch Monate nach Beginn kaum bis keine Fortschritte. Viele würden sich hier vom Bund zentrale Regelungen wünschen.

Das E-Learning kommt in Deutschland nur sehr schleppend voran

Von der Ausbildung der Lehrer über die Hardware für Schüler bis hin zur IT-Infrastruktur der Schulen: Durch die Corona-Krise wurde erneut auf dramatische Weise offengelegt, wie schlecht es um die Digitalisierung in deutschen Klassenzimmern bestellt ist. Seit Beginn der Pandemie machen Schulschließungen digitalen Unterricht unabdingbar. Doch auch nach Monaten der oft hektischen Nachholversuche sehen viele Eltern in den Schulen ihrer Kinder nur wenig Fortschritte. Digitales Lernen: BVDW-Umfrage unter ElternMehrheit der Eltern sieht E-Learning nur wenig vorankommen Wie der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. in einer repräsentativen Umfrage jüngst ermittelt hat, sehen mehr als zwei Drittel (68,2 Prozent) der Eltern bei digitalen Lern- und Lehrangeboten seit dem Start der Corona-Krise nur wenig oder gar keine Verbesserung. "Wenn mehr als zwei von drei Eltern den Eindruck haben, dass sich in ihren Schulen fast nichts bewegt hat, ist das angesichts von neun Monaten Umstellungszeit ein sehr ernüchterndes Signal und ein schlechtes Zeugnis für die deutsche Bildungspolitik", so das Resümee des BVDW-Präsidenten Matthias Wahl.
Digitales Lernen: BVDW-Umfrage unter ElternLehrer und... Digitales Lernen: BVDW-Umfrage unter Eltern...Bund sollen handeln
Bei der Schuldzuweisung zeigt sich unter den Eltern kein einheitliches Bild. Auf die Frage des BVDW, ob Lehrer als Förderer oder als Blockierer wahrgenommen werden, sehen 26 Prozent die Lehrkräfte in der Schuld für eine schlechte Umsetzung von digitalen Lehr - und Lernmöglichkeiten. 30,4 Prozent geben an, Lehrer klar als Förderer zu erleben. "Das kann man, konservativ betrachtet, positiv sehen. Aus unserer Sicht ist der Blockierer-Anteil aber viel zu hoch. Es darf keinen einzigen geben, vor allem in Zeiten einer solchen Gesundheitskrise", so BVDW-Vize Marco Zingler.

Doch was ist die Lösung?

Auch beim Lösungsweg sind sich die Eltern uneinig. 37,2 Prozent geben an, dass " Lehrer, Eltern & Schüler" für eine Umsetzung einfach mehr Zeit benötigen. 46,1 Prozent sehen den Bund in der Pflicht und wünschen sich im Bildungssystem "eine zentrale Regelung". Für einen Fortschritt der Digitalisierung an Schulen auf jeden Fall problematisch: Der Aussage "Schulen sollen nicht digital werden" stimmen 22,1 Prozent der Eltern zu. Schule, Lernen, Digitale Medien Schule, Lernen, Digitale Medien Universität Paderborn
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