Bill Gates dämpft Optimismus:
Corona wird bis 2022 ein Risiko sein

Dieser Tage laufen weltweit die ersten Sars-CoV-2-Impfungen an, in den USA, Großbritannien und anderen Ländern haben die Impfstoffe zuvor eine Zulassung bekommen. Doch Experten dämpfen die Hoffnungen an eine baldige Normalität, Bill Gates ist hier besonders vorsichtig.
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Die ersten Impfungen gegen das Corona-Virus bzw. deren Empfänger waren in den vergangenen Tagen regelrechte Medienevents und das ist durchaus verständlich bzw. nachvollziehbar: Denn der Planet sehnt sich nach der Welt von früher und hier sind Impfungen natürlich die wichtigste "Waffe". Doch auch wenn dieser Wunsch gewaltig ist, die Realität sieht anders aus.

Denn selbst wenn man die logistischen Herausforderungen ausklammert, so wird es eine ganze Weile dauern, bis genug der jeweiligen Impfstoffe produziert und verabreicht worden ist. Auch Bill Gates, der sich seit Monaten intensiv mit der Thematik beschäftigt (die Leser mit Aluhüten bitten wir an dieser Stelle, sich wieder zu beruhigen), warnte nun vor überzogenen zu überoptimistischen Erwartungen.

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Kurz vor dem Start der US-Impfungen gab Gates dem Nachrichtensender CNN ein Interview und meinte dabei, dass die USA und wohl auch der Rest der Welt in den nächsten Monaten "nicht viel näher an Normalität" kommen werden. Laut Gates werde Corona sogar noch bis 2022 unmittelbare Auswirkungen haben.

Die nächsten Monate werden hart

"Nun, leider könnten die nächsten vier bis sechs Monate die schlimmste Zeit der Epidemie werden", so Gates. In dieser Zeit dürften allein in den USA mehr als 200.000 Menschen an Covid-19 sterben. Der Microsoft-Co-Gründer weiter: "Selbst bis Anfang 2022 wird das Risiko einer Wiedereinschleppung bestehen, wenn wir nicht anderen Ländern helfen, diese Krankheit loszuwerden, und wir hohe Impfraten in unserem Land erreichen."

Dennoch besteht laut Gates auch Grund für Optimismus, im nächsten Sommer wird sich die Situation langsam, aber sicher bessern: "Sicherlich werden wir im Sommer viel näher an der Normalität sein als jetzt."
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