Bosch baut bald Klein-Kraftwerke mit Brennstoffzellen in Serie

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Bosch plant die Unterfütterung der Energiewende mit zahlreichen stationären Mini-Kraftwerken, in denen Brennstoffzellen flexibel den Strommix bereichern. Die Serienfertigung der Systeme soll in der kommenden Zeit vorbereitet werden. Der Konzern stellt jetzt rund 250 Beschäftigte ab, die die Produktion der Hochtemperatur-Brennstoffzellen vorbereiten sollen. Ab 2024 sollen die Systeme dann in Serie produziert werden. Sie sollen dann als Mini-Kraftwerke in den kommenden dezentralen Stromnetzen agieren und Bedarfs-Spitzen oder gelegentliche Unterversorgungen auffangen können.

Laut Bosch kann ein Brennstoffzellen-System dieser Art rund 400.000 Haushalte mit Strom versorgen. 200 Megawatt sind hier laut den derzeitigen Konzepten vorgesehen. Betrieben werden die Brennstoffzellen dann entweder mit Wasserstoff oder vergleichbaren Energieträgern, die im idealen Fall zuvor mit überschüssiger Energie aus Solar- oder Windkraftwerken erzeugt wurden.

Produktion an drei Standorten

Somit könnten die Brennstoffzellen-Systeme neben verschiedenen Akku-Speicheranlagen einen wichtigen Bestandteil der kommenden Energie-Infrastrukturen ausmachen. "Je nach Energiebedarf lassen sich zukünftig beliebig viele Anlagen mit gleicher Leistung zusammenschalten. Über diese Vernetzung der Geräte lassen sich virtuelle Kraftwerke darstellen, die gemeinsam eine bedarfsgerechte Energieversorgung am Ort des Verbrauchs ermöglichen", erklärte Wilfried Kölscheid, der für den neuen Bereich verantwortlich ist.

Entsprechend große Hoffnungen setzt Bosch in diese Produkte. In die Serienfertigung sollen entsprechend gleich drei Standorte - Bamberg, Wernau und Homburg - einbezogen werden. In Stuttgart-Feuerbach und Renningen erfolgt die Entwicklung der Systeme.

Die Hochtemperatur-Brennstoffzellen sind ein Ergebnis einer bereits seit dem Jahr 2018 bestehenden Kooperation mit dem britischen Unternehmen Ceres Power. Von diesem stammen die wesentlichen technologischen Grundlagen für die Systeme. Im vergangenen Jahr hatte Bosch die Zusammenarbeit durch den Erwerb eines 18-prozentigen Anteils verfestigt.

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