Nach "Fox News-Verrat":
Trump will eigenes Medien-Imperium gründen

Die Berichterstattung im Anschluss an die Präsidentschaftswahl in den USA sorgte offensichtlich dafür, dass das freundschaftliche Band zwischen Donald Trump und dem Sender Fox News endgültig zerschnitten worden ist.
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Wie das Magazin Axios von Quellen aus dem Trump-Umfeld erfahren hat, will der scheidende US-Präsident einen direkten Konkurrenten zu Fox News aufbauen. Allerdings wird es sich dabei wahrscheinlich nicht um einen weiteren Kabel-Sender handeln, denn dieser wäre ziemlich teurer. Um schneller und billiger voranzukommen, soll ein reines Streaming-Angebot im Netz umgesetzt werden.

Dem Vernehmen nach wird es sich trotzdem um ein Pay-TV-Angebot handeln. In den USA besteht eine wesentlich höhere Bereitschaft, entsprechende Abos abzuschließen als hierzulande. So ist auch der Streaming-Service Fox Nation unter US-Nutzern aus dem konservativen Lager ein großer Erfolg geworden und nur wenige andere Angebote schaffen es, Testzugänge nach dem Gratis-Monat zu einem so hohen Anteil in zahlende Kunden umzuwandeln.

Trump hat enorme Reichweite

Eine gute Startbasis hätte das Unterfangen sicherlich. Denn allein die Social Media-Kanäle Trumps erreichen Millionen von Nutzern. Und man darf auch damit rechnen, dass die Kontakt-Datenbanken aus dem Wahlkampf zur Kundengewinnung eingesetzt werden. Zumindest könnten sich liberale Menschen darauf freuen, nicht mehr alleiniges Ziel der Attacken zu werden, denn auch Fox News dürfte auf dem neuen Kanal einiges entgegengeschleudert bekommen.

Der Nachrichtensender, der zum Imperium des Medienmoguls Rupert Murdoch gehört, war über Jahre der Lieblingssender des US-Präsidenten und lag mit diesem auch auf einer Wellenlänge. Dann aber kam der Tag nach der Wahl und ausgerechnet Fox News ordnete die Wahlmänner des Bundesstaates Arizona zuerst dem Konkurrenten zu. Murdoch soll daraufhin direkt einen Anruf aus dem Weißen Haus erhalten haben, bei dem der Präsident zu einer längeren Schimpftirade ansetzte.

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