Passwort "maga2020!":
Trump auf Twitter wohl tatsächlich gehackt

Im Oktober wurde das Twitter-Konto von US-Präsident Donald Trump ge­hackt, angeblich jedenfalls. Washington dementierte die Sache, auch weil der angebliche Hack auf dem Erraten eines besonders banalen Pass­worts basierte. Mittlerweile scheint klar: Die Sache war wohl wirklich so.
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Mitte Oktober machte ein Bericht die Runde, wonach ein niederländischer Hacker bzw. Sicherheitsforscher namens Victor Gevers Zugriff auf das Konto des US-Präsidenten Donald Trump erlangt haben will. Twitter und das Weiße Haus dementierten die Sache umgehend. Grund dafür: Die Sache war für Donald Trump und das Cyber-Sicherheitsteam des Weißen Hauses mehr als peinlich. Denn Gevers erlangte eigenen Angaben nach Zugriff, indem er schlichtweg das Passwort von @realDonaldTrump erraten konnte.

Make America Security Great Again

Und das könnte banaler nicht sein, denn Trump meldete sich mit "maga2020!" an - MAGA ist bekanntlich die Abkürzung von Trumps langjährigen Wahlkampfslogan "Make America Great Again". Die Dementis der Social-Media-Plattform und des Weißen Hauses klangen zunächst auch glaubwürdig. Denn die meisten dachten schlichtweg: Der wird wohl nicht wirklich so doof sein, ein derartiges Passwort einzusetzen. Infografik: Ein sicheres Passwort wählenEin sicheres Passwort wählen Es gab auch einige andere Zweifel: So veröffentlichte Gevers Screenshots, die ihn eingeloggt auf Trumps Konto zeigen. Hier gab es jedoch Unregelmäßigkeiten: Denn Motherboard analysierte die Bilder und stellte fest, dass bei Gevers bestimmte Emoji fehlen, die auf Trumps Seite eigentlich auftauchen - allerdings konnte das durchaus erklärt werden, etwa durch den Einsatz von Browser-Plugins.

Ethischer Hacker

In weiterer Folge nahmen sich jedenfalls die Behörden der Sache an und die niederländische Staatsanwaltschaft geht mittlerweile davon aus, dass sich der Kontozugriff tatsächlich wie von Gevers beschrieben ereignet hat. Wie der Guardian berichtet, teilte die Staatsanwaltschaft (Openbaar Ministerie) mit: "Wir glauben, dass der Hacker tatsächlich in Trumps Twitter-Account eingedrungen ist, aber die Kriterien erfüllt, die in der Rechtsprechung entwickelt wurden, um als ethischer Hacker freizukommen."

Gevers kommt also wohl straffrei davon. Twitter bleibt übrigens beim Dementi und teilte gegenüber The Verge mit, dass man keine Beweise habe, die diese Behauptung stützen: "Unser ursprüngliches Statement steht immer noch und wir haben nichts weiter dazu zu sagen."
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