Milliardendeal: So viel zahlt Google an Apple für die Such-Voreinstellung

Google, Logo, Suchmaschine, Suche, Suchergebnisse, Websuche Bildquelle: CC0
Die US-Regierung hat vor kurzem ein Kartellverfahren gegen Google in die Wege geleitet. In dessen Mittelpunkt stehen u. a. die Verträge, die der Suchmaschinenriese mit Konkurrenten abschließt. In einem Bericht fällt nun jene Zahl, die von Mountain View nach Cupertino fließt.
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Die New York Times hat gestern eine längere Reportage zum Kartellverfahren des US-amerikanischen Justizministeriums veröffentlicht und die beleuchtet nicht nur zahlreiche höchst interessante Aspekte dieser Klage, sondern gibt auch einen Einblick in die teilweise etwas schizophrene Koexistenz der großen IT-Konzerne.

Wettbewerb und Zusammenarbeit

So bezeichnet Bruce Sewell, der zwischen 2007 und 2017 Chefjurist bei Apple war, das Ganze als "co-opetition" - ein Wortspiel auf Cooperation und Competion, also Zusammenarbeit und Wettbewerb. Sewell: "Es gibt einen brutalen Wettbewerb, aber gleichzeitig auch die notwendige Zusammenarbeit."

Konkret bedeutet das, dass einerseits markige Sprüche fallen und auch scharfe Kritik geäußert wird. So hat Tim Cook schon einmal gesagt, dass Googles Internet-Werbe-Geschäft eine "Überwachung" der Kunden darstelle, von Steve Jobs "thermonuklearen" Krieg gegen Android ganz zu schweigen.

Gleichzeitig sind die beiden Unternehmen aber finanziell in einigen Bereichen eng an­ei­nan­der­gebunden: Laut Klage der US-Justiz kommt fast die Hälfte von Googles Such-Traffic von Apple-Geräten. Google-Insider berichten, dass das Szenario, den Apple-Deal zu verlieren, im Unternehmen als "Alarmstufe rot" gesehen wird.

14 bis 21 Prozent des Jahresgewinns

Und das lässt man sich pro Jahr sehr viel Geld kosten, so die New York Times: Laut der renommierten Zeitung bekommt Apple zwischen acht und zwölf Milliarden Dollar dafür, dass die Suchmaschine in diversen Apple-Produkten voreingestellt wird. Dieses Geld ist auch für den Konzern aus Cupertino ein enorm wichtiger Posten, denn es macht 14 bis 21 Prozent des jährlichen Profits von Apple aus.

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