Strompreise sollen zukünftig zeitlich gestaffelt werden
Strom soll zukünftig nicht mehr immer zum gleichen Preis zu bekommen sein. Sowohl die Verbraucherzentralen als auch die Automobil-Industrie fordern im Gleichklang eine zeitliche Stafflung des Preises für die Kilowattstunde.
Eine solche Koalition ist ziemlich selten und es muss schon einen gravierenden Grund geben, wenn sich zwei so unterschiedliche Lobbyverbände zusammentun: Der Branchenverband der Autokonzerne VDA und der Verbraucherzentrale-Bundesverband (VZBV) haben laut einem Bericht der Tageszeitung Welt vom Wochenende ein gemeinsames Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aufgesetzt, in dem eine Umgestaltung der bisherigen Preisstrukturen bei der elektrischen Energie gefordert wird.
Ihnen schwebt dabei ein ähnliches Konzept vor, wie man es früher aus der Telekommunikation kannte: In Zeiten mit hohem Verbrauch soll die Kilowattstunde mehr kosten als in den Nebenzeiten, in denen eine unterdurchschnittliche Nachfrage besteht. Auf diese Weise könnten klimafreundliche, aber stromhungrige Anwendungen so gesteuert werden, dass sie nicht in den Spitzenzeiten die Netze belasten und bewusst handelnde Verbraucher sparsam mit ihnen umgehen können.
Als Alternative war teilweise die so genannte Spitzenglättung im Gespräch. Hier sollten beispielsweise Elektroautos zu Spitzenverbrauchszeiten standardmäßig nur wenig Strom ziehen und lange zum Laden brauchen. Gegen Aufpreis ließe sich dann auch die volle Leistung freischalten. Das ist aus Sicht der Verbände aber zu kompliziert und berge das Risiko, dass die Verkehrswende hin zu klimafreundlicheren Fahrzeugen gebremst werde.
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Ihnen schwebt dabei ein ähnliches Konzept vor, wie man es früher aus der Telekommunikation kannte: In Zeiten mit hohem Verbrauch soll die Kilowattstunde mehr kosten als in den Nebenzeiten, in denen eine unterdurchschnittliche Nachfrage besteht. Auf diese Weise könnten klimafreundliche, aber stromhungrige Anwendungen so gesteuert werden, dass sie nicht in den Spitzenzeiten die Netze belasten und bewusst handelnde Verbraucher sparsam mit ihnen umgehen können.
Spitzenglättung stößt auf Ablehnung
Zwei der wichtigsten Bereiche, in denen ein solches Konzept Wirkung entfalten könnte, wären Elektro-Autos und Heizungen auf Basis von Wärmepumpen. "Wenn Verbraucher ihr Elektroauto nachts laden und somit das Netz entlasten, muss sich das auch positiv auf ihre Stromrechnung auswirken", erklärte VZBV-Chef Klaus Müller. Gleiches gilt für Besitzer von Wärmepumpen, die ihren Speicher in den Nachtstunden aufheizen.Als Alternative war teilweise die so genannte Spitzenglättung im Gespräch. Hier sollten beispielsweise Elektroautos zu Spitzenverbrauchszeiten standardmäßig nur wenig Strom ziehen und lange zum Laden brauchen. Gegen Aufpreis ließe sich dann auch die volle Leistung freischalten. Das ist aus Sicht der Verbände aber zu kompliziert und berge das Risiko, dass die Verkehrswende hin zu klimafreundlicheren Fahrzeugen gebremst werde.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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