So wehrt sich Tesla gegen Drittanbieter-Performance-Hack beim Model 3

Tesla arbeitet wie es aussieht nun daran, Software-Updates durch Dritte zu erkennen und prangert bei Entdeckung eines Hacks eine Fehler­mel­dung auf das Display. Einschränkungen gibt es vorerst nicht - aber die könnten noch kommen. Das Unternehmen Ingenext bietet seit einiger Zeit einen Performance-Hack für das Tesla Model 3 an. Dabei schaltet Ingenext Funktionen frei, die Tesla, je nachdem welche Variante man sich vom Model 3 kauft, gesperrt hat. Nun meldet das Online-Magazin Electrek, dass Tesla diese Modifikationen durch Ingenext aufspüren kann. Tesla meldet demnach nun bei Model 3-Besitzern, die sich ein solches Software-Update gekauft haben, um Funktionen bei ihrem Fahrzeug günstiger als bei Tesla selbst freizuschalten, dass eine inkompatible Fahrzeugmodifikation erkannt wird.

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Drittanbieter-Software als "potenzielles Risiko"

Diese Modifikationen, so heißt es dann, könnten zu dem "potenziellen Risiko einer Beschädigung oder Abschaltung" führen. Genaueres schreibt Tesla selbst nicht und wollte auch auf Anfrage von Electrek dazu nichts sagen. Die Meldung über die Modifikation bleibt aber allem Anschein nach auf dem Bildschirm, egal was man versucht. Das Fahrzeug bleibt aber fahrtüchtig.

Ingenext bietet für rund 1100 Dollar ein Software-Update an, welches unter anderem den Beschleunigungsmodus verbessert. Das Model 3 schafft es dabei regulär schon in 5,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100 km/h. Mit dem Hack von Ingenext werden dann aber je nach Modellvariante des Tesla Model 3 auch sehr viel kürzere Zeiten möglich. Infografik: Elon Musk - Das Leben in der ZusammenfassungElon Musk - Das Leben in der Zusammenfassung

Keine weiteren Maßnahmen?

Interessant ist, dass Tesla bisher noch keine weiteren Schritte vorgenommen hat, um das Geschäftsmodell von Ingenext zu unterwandern. Im Vorfeld des Launches hatte es dabei Stimmen gegeben, die die Drittanbieter-Updates als unzulässige Eingriffe in die Fahrzeugelektronik werten wollten. Doch davon ist nichts mehr zu hören. Es scheint stattdessen so, dass Tesla nur mit dem erhobenen Zeigefinger mahnen und eine Fehlermeldung auf das Display bringen kann. Weiterfahren können Tesla-Besitzer aber dennoch, ohne Einbußen zu erwarten.

Siehe auch:
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