Drohung hilft: LTE-Ausbau beschleunigt sich nach Netzagentur-Rüge
Mit Erwerb der Mobilfunk-Frequenzen für LTE haben sich die Netzbetreiber auch zu Ausbau-Zielen verpflichtet. Eine Überprüfung hatte aber gezeigt: Die Zwischenziele wurden nicht erreicht. Nachdem die Bundesnetzagentur mit Strafen gedroht hatte, geht es jetzt schneller voran.
Telefónica war Anfang des Jahres als Betreiber mit dem größten Rückstand ausgemacht worden und deshalb mit der Auflage belegt worden, bis Ende Juni 40 Prozent der in den Auflagen definierten 7600 LTE-Sendemasten aufzubauen. Wegen nicht selbst verschuldeten Verzögerungen durch die Corona-Krise wurde die Frist dann kurzfristig auf den 31. Juli verlängert - bei Nichterreichen der Ziele drohte eine Strafe von 600.000 Euro. Pünktlich zum Stichtag konnte Telefónica dann aber vermelden, dass man die Zwischenziele der Netzagentur erfüllt habe.
Das Tempo, mit dem der Betreiber jetzt LTE-Sendeanlagen aufbauen muss, darf aber nicht nachlassen. Nächstes Etappenziel: Bis September sind weitere 1900 Standorte nach den Auflagen zu schaffen, bis Ende des Jahres muss es Telefónica gelingen, weitere 2660 Standorte aufzubauen, will man eine Strafzahlung vermeiden.
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
Einmal auf die Finger hauen und schon geht es ans Masten bauen
Der Ausbau von schnellem Internet ist in Deutschland ein sehr zähes Thema. Ein Versuch der zuständigen Behörden, hier Planbarkeit zu schaffen: Bei der Auktion der LTE-Frequenzen vor fünf Jahren wurde den Netzbetreibern auferlegt, bestimmte Ausbauziele zu erreichen. Wie heise in einem Bericht schreibt, hatte die Bundesnetzagentur bei einer Überprüfung im Januar aber feststellen müssen, dass keiner der drei Netzbetreiber diesen Auflagen nachgekommen war. Die Folge: Die Behörde hatte ein Strafgeld angedroht, sollten gewisse Ziele nicht bis zum 31. Juli erfüllt sein. Wie sich jetzt zeigt, hatte diese Androhung wohl ihre Wirkung. Infografik: Während 4G noch aufgebaut wird, steht es mit 5G noch schlecht
Telefónica war Anfang des Jahres als Betreiber mit dem größten Rückstand ausgemacht worden und deshalb mit der Auflage belegt worden, bis Ende Juni 40 Prozent der in den Auflagen definierten 7600 LTE-Sendemasten aufzubauen. Wegen nicht selbst verschuldeten Verzögerungen durch die Corona-Krise wurde die Frist dann kurzfristig auf den 31. Juli verlängert - bei Nichterreichen der Ziele drohte eine Strafe von 600.000 Euro. Pünktlich zum Stichtag konnte Telefónica dann aber vermelden, dass man die Zwischenziele der Netzagentur erfüllt habe.
Das Tempo, mit dem der Betreiber jetzt LTE-Sendeanlagen aufbauen muss, darf aber nicht nachlassen. Nächstes Etappenziel: Bis September sind weitere 1900 Standorte nach den Auflagen zu schaffen, bis Ende des Jahres muss es Telefónica gelingen, weitere 2660 Standorte aufzubauen, will man eine Strafzahlung vermeiden.
Telekom und Vodafone ist früher fertig
Wie heise ausführt, hat die Telekom die bis September zu erreichenden Ziele bereits jetzt abgeschlossen. Mit laut Netzagentur erreichter Versorgung von 50 Mbit/s für mindestens 97 Prozent der Haushalte hat man einen Teil der Auflagen erfüllt, bis Ende des Jahres gilt es jetzt noch, der Pflicht zum Ausbau an Hauptverkehrswegen nachzukommen. Vodafone sieht sich nach eigenen Angaben schon weiter und die Versorgungsauflagen nach dem Aufbau von 8000 LTE-Projekten in den letzten zwölf Monaten als erledigt an.Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
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