Nach Verleger-Klage: Internet Archive beendet Not-Bibliothek vorzeitig
Das Internet Archive hat es sich nicht nur zur Aufgabe gemacht, das Web zu archivieren, sondern will auch andere Inhalte wie Bücher und Spiele für die Nachwelt erhalten. Zuletzt bekam das Projekt jedoch schwerwiegende rechtliche Probleme und die sind durchaus "hausgemacht".
Anlässlich der Coronakrise hat das Internet Archive ein gut gemeintes, aber rechtlich riskantes Vorhaben gestartet: Denn man hat eine "Notfall-Bibliothek" mit zahlreichen Büchern und sonstigen Texten gestartet. Das sollte vor allem Schülern, Lehrern und all jenen, die nicht mehr in reale Bibliotheken gehen können, das Leben in Zeiten des Lockdowns erleichtern. Doch auch wenn The Internet Archive diverse Mechanismen und Lösungen eingerichtet hat, um die Copyright-Situation anzusprechen - vollständig sauber und durchdacht waren diese eher nicht.
Es kam, wie es kommen musste: Vier Verlagshausriesen verklagten das Internet-Archive wegen der "National Emergency Library" (NEL). Der Vorwurf: Viele der insgesamt 1,4 Millionen verfügbaren Bücher seien illegal bereitgestellt gewesen und verbreitet worden.
Das ist auch der Grund, warum Internet Archive die National Emergency Library zwei Wochen vor dem eigentlich geplanten Termin beendet. Man nennt das auch in einem Blogbeitrag als Grund und appelliert an die Verlagshäuser Hachette Book Group, HarperCollins Publishers, John Wiley & Sons und Penguin Random House, die Klage abzublasen.
Dabei dürfte CDL vor Gericht größere Chancen haben als die Not-Bibliothek, ob auch diese begrenzte Form rechtlich absolut sauber ist, darüber herrscht jedoch Uneinigkeit. Mit der National Emergency Library hat sich das Internet Archive vor allem selbst keinen Gefallen getan. Denn bislang wurde CDL weitgehend toleriert. Sollten die Verleger die Klage gegen die NEL fallenlassen, dann würde das CDL ein gutes Stück weit legitimieren und das werden die Verleger vermeiden wollen.
Es kam, wie es kommen musste: Vier Verlagshausriesen verklagten das Internet-Archive wegen der "National Emergency Library" (NEL). Der Vorwurf: Viele der insgesamt 1,4 Millionen verfügbaren Bücher seien illegal bereitgestellt gewesen und verbreitet worden.
Das ist auch der Grund, warum Internet Archive die National Emergency Library zwei Wochen vor dem eigentlich geplanten Termin beendet. Man nennt das auch in einem Blogbeitrag als Grund und appelliert an die Verlagshäuser Hachette Book Group, HarperCollins Publishers, John Wiley & Sons und Penguin Random House, die Klage abzublasen.
Schlafende Verlags-Riesen geweckt
Das ist aber laut Einschätzung von Ars Technica nicht sehr wahrscheinlich. Denn man beendet nicht das gesamte Bibliotheksprogramm, sondern kehrt zum bisherigen "Controlled Digital Lending" (CDL), also dem "kontrollierten digitalen Verleih", zurück. Hier kann sich eine Person eine digitale Kopie ausleihen, und zwar jeweils eine für jedes analoge Buch, das man bei The Internet Archive besitzt. Das Limit hat man zuletzt für die National Emergency Library außer Kraft gesetzt.Dabei dürfte CDL vor Gericht größere Chancen haben als die Not-Bibliothek, ob auch diese begrenzte Form rechtlich absolut sauber ist, darüber herrscht jedoch Uneinigkeit. Mit der National Emergency Library hat sich das Internet Archive vor allem selbst keinen Gefallen getan. Denn bislang wurde CDL weitgehend toleriert. Sollten die Verleger die Klage gegen die NEL fallenlassen, dann würde das CDL ein gutes Stück weit legitimieren und das werden die Verleger vermeiden wollen.
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