Haftbefehl: Samsung-Erbe wird nun auch Insider-Handel vorgeworfen
Der Erbe der Samsung-Gründer hat schon wieder neuen Ärger mit den Strafverfolgungsbehörden. In einem schon länger andauernden Ermittlungsverfahren sollen Hinweise auf weitere Straftatbestände aufgetaucht sein.
Die Staatsanwaltschaft in Seoul ermittelt schon seit geraumer Zeit hinsichtlich des Zustandekommens und der Abwicklung der Fusion von Cheil Industries mit Samsung Biologics. Im Zuge des Zusammenschlusses der beiden Unternehmen kam es zu einem Bestechungs-Skandal, aufgrund dessen Lee Jae Yong zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Nach einiger Zeit im Gefängnis gelang es ihm und seinen Anwälten allerdings, das Urteil in eine Bewährungsstrafe umzuwandeln.
Die Verurteilung bedeutete damals allerdings nicht das Ende der Ermittlungen. Das Wirtschaftsdezernat der Polizei wühlte sich akribisch weiter durch die Unterlagen und stieß auf weitere Punkte, die Verdacht erregten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Das führte nun dazu, dass sich die Vorwürfe erhärten, Lee habe mit Insider-Informationen die Börsenkurse zu seinen Gunsten manipuliert - und das nicht nur für eine kurzfristige Gewinnmitnahme, sondern in erster Linie aus Macht-Kalkül.
Lee war zuletzt in die Schlagzeilen gekommen, als er erklärte, die Familien-Dynastie an der Spitze Samsungs beenden zu wollen. Er hatte sich für die Probleme und Skandale der letzten Jahre entschuldigt und erklärt, dass seine Kinder nicht die vierte Generation im Lenkungsgremium des Konzerns sein sollen. Er selbst wolle außerdem dafür sorgen, dass zukünftig Gewerkschaften einen Platz im Unternehmen haben. Vor dem Hintergrund der neuen Vorwürfe dürfte das allerdings für wenig Vertrauen sorgen.
Die Verurteilung bedeutete damals allerdings nicht das Ende der Ermittlungen. Das Wirtschaftsdezernat der Polizei wühlte sich akribisch weiter durch die Unterlagen und stieß auf weitere Punkte, die Verdacht erregten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Das führte nun dazu, dass sich die Vorwürfe erhärten, Lee habe mit Insider-Informationen die Börsenkurse zu seinen Gunsten manipuliert - und das nicht nur für eine kurzfristige Gewinnmitnahme, sondern in erster Linie aus Macht-Kalkül.
Macht wurde ausgebaut
Denn der Samsung-Erbe besaß Aktien von Cheil Industries, war aber nicht direkt an Samsung Biologics beteiligt. Also sorgte er vor der Fusion dafür, dass der Aktienkurs der Samsung-Tochter im Verhältnis zu den Cheil-Wertpapieren sank und er beim Zusammenschluss so mehr Samsung Biologics-Anteile erhielt. Das wiederum stärkte seine eigene Position innerhalb des Konzern-Imperiums.Lee war zuletzt in die Schlagzeilen gekommen, als er erklärte, die Familien-Dynastie an der Spitze Samsungs beenden zu wollen. Er hatte sich für die Probleme und Skandale der letzten Jahre entschuldigt und erklärt, dass seine Kinder nicht die vierte Generation im Lenkungsgremium des Konzerns sein sollen. Er selbst wolle außerdem dafür sorgen, dass zukünftig Gewerkschaften einen Platz im Unternehmen haben. Vor dem Hintergrund der neuen Vorwürfe dürfte das allerdings für wenig Vertrauen sorgen.
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Samsungs Aktienkurs in Euro
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