USA: Tech-Firmen stellen sich klar auf Seite antirassistischer Proteste
In einer bisher kaum bekannten Klarheit haben nahezu alle namhaften Unternehmen der Technologie-Branche Stellung für den Kampf gegen Rassismus bezogen. Für Zurückhaltung sei derzeit nicht der richtige Moment, hieß es von vielen Seiten.
"Eines ist sicher: Wir können nicht schweigen", erklärte Kathleen Hogan, die Personalchefin Microsofts. Konzernchef Satya Nadella hatte das Thema bereits beim letzten Town-Hall-Meeting, einer internen Aussprache von Management und Belegschaft, zur Sprache gebracht. Er verwies darauf, dass insbesondere der Alltags-Rassismus, der sich in zahlreichen Kleinigkeiten ausdrückt, eine immer wiederkehrende Erfahrung für die schwarze Community sei.
"Das ist etwas, was man auch nicht einfach hinter sich lassen kann, wenn man zur Arbeit kommt. Die Last daraus kann sehr groß sein und so stellt sich natürlich die Frage, was wir tun können und was wir tun sollten", sagte Nadella. Er forderte die Mitarbeiter auf, noch enger zusammenzurücken und lieber einmal mehr nachzufragen, wie es dem Kollegen geht. Denn letztlich ist es nicht allein ein einzelnes Ereignis, das den Unterschied macht. Es bedarf eines langen Atems, um wirksame Veränderungen herbeizuführen.
Aber auch von anderen Unternehmen werden entsprechende Gelder fließen. So wollen auch YouTube und Uber jeweils eine Million Dollar bereitstellen. Das geht einher mit einer umfassenden öffentlichen Positionierung. Nahezu die gesamte Branche stellte sich dabei hinter jene, die in diesen Tagen den Protest gegen die anhaltende systematische und strukturelle Benachteiligung auf die Straßen tragen. Der Hashtag #blacklifematters als Slogan der Bewegung ist in den vielen Veröffentlichungen allgegenwärtig.
"Wer schweigt, macht sich mitschuldig", hieß es in einer öffentlichen Stellungnahme Netflix'. Twitch forderte jedermann dazu auf, einen Beitrag nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu leisten. Google setzte sein Zeichen der Solidarität sogar auf die Startseite seiner Suchmaschine. Apple-Chef Tim Cook hatte sich in der vergangenen Woche als einer der ersten Top-Manager der Branche an die Öffentlichkeit gewandt und rief die Worte des Bürgerrechtlers Martin Luther King ins Gedächtnis. Dieser hatte zwischen einem negativen Frieden, in dem es lediglich keine offenen Konflikte gibt, und einem positiven Frieden, der von einer aktiven Gerechtigkeit geprägt ist, unterschieden.
Auslöser war der Tod George Floyds in Minneapolis. Polizisten knieten während eines Einsatzes so lange auf dem Mann und nahmen ihm die Möglichkeit zu atmen, bis dieser verstarb. In der Folge entladen sich seit Tagen massive Proteste im ganzen Land und es wird deutlich, wie tief die Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft durch die aktuelle Regierung in Washington vorangetrieben wurde.
"Das ist etwas, was man auch nicht einfach hinter sich lassen kann, wenn man zur Arbeit kommt. Die Last daraus kann sehr groß sein und so stellt sich natürlich die Frage, was wir tun können und was wir tun sollten", sagte Nadella. Er forderte die Mitarbeiter auf, noch enger zusammenzurücken und lieber einmal mehr nachzufragen, wie es dem Kollegen geht. Denn letztlich ist es nicht allein ein einzelnes Ereignis, das den Unterschied macht. Es bedarf eines langen Atems, um wirksame Veränderungen herbeizuführen.
Facebook spendet 10 Millionen Dollar
Verschiedene andere Tech-Unternehmen wurden in ihrer öffentlichen Positionierung noch deutlich konkreter. "Der Schmerz der letzten Woche erinnert uns daran, wie weit unser Land noch davon entfernt ist, dass jeder Mensch in Würde und Frieden leben kann", erklärte Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Der Konzern wird demnach 10 Millionen Dollar an Organisationen spenden, die sich gegen die Diskriminierung farbiger Menschen einsetzen.Aber auch von anderen Unternehmen werden entsprechende Gelder fließen. So wollen auch YouTube und Uber jeweils eine Million Dollar bereitstellen. Das geht einher mit einer umfassenden öffentlichen Positionierung. Nahezu die gesamte Branche stellte sich dabei hinter jene, die in diesen Tagen den Protest gegen die anhaltende systematische und strukturelle Benachteiligung auf die Straßen tragen. Der Hashtag #blacklifematters als Slogan der Bewegung ist in den vielen Veröffentlichungen allgegenwärtig.
"Wer schweigt, macht sich mitschuldig", hieß es in einer öffentlichen Stellungnahme Netflix'. Twitch forderte jedermann dazu auf, einen Beitrag nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu leisten. Google setzte sein Zeichen der Solidarität sogar auf die Startseite seiner Suchmaschine. Apple-Chef Tim Cook hatte sich in der vergangenen Woche als einer der ersten Top-Manager der Branche an die Öffentlichkeit gewandt und rief die Worte des Bürgerrechtlers Martin Luther King ins Gedächtnis. Dieser hatte zwischen einem negativen Frieden, in dem es lediglich keine offenen Konflikte gibt, und einem positiven Frieden, der von einer aktiven Gerechtigkeit geprägt ist, unterschieden.
Auslöser war der Tod George Floyds in Minneapolis. Polizisten knieten während eines Einsatzes so lange auf dem Mann und nahmen ihm die Möglichkeit zu atmen, bis dieser verstarb. In der Folge entladen sich seit Tagen massive Proteste im ganzen Land und es wird deutlich, wie tief die Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft durch die aktuelle Regierung in Washington vorangetrieben wurde.
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