Coronavirus killed the Instagram-Star - Influencer schlittern in die Krise
Es ist nicht alles schlecht am Coronavirus: Die Social Media-Blase, die sich hinter dem Begriff Influencer-Marketing versteckt, ist massiv von den Beschränkungen betroffen. Sie können nicht mehr Reiseträume verkaufen, Sponsoren fallen aus und Follower kaufen nichts mehr.
Die Coronakrise ist in erster Linie ein gesundheitlicher Ausnahmezustand, allerdings kommt gleich dahinter der wirtschaftliche Faktor. Denn Fabriken, Geschäfte und vieles mehr haben geschlossen, es ist keine Frage mehr, ob es eine Rezession gibt, sondern nur, wie stark diese ausfallen wird. Das hat auch massive Auswirkungen auf die Influencer-Szene, wie Wired analysiert.
Doch schnell ist Ernüchterung in der Szene eingekehrt: Denn Werbedeals wurden eingefroren, viele Firmen verzichten auf Sponsoring, teils aus wirtschaftlicher Vorsicht, teils weil es derzeit wichtigere Themen gibt als weitgehend verzichtbare Produkte und Dienste.
Betroffen sind sowohl die Stars der Branche als auch die kleineren Influencer. Denn keiner kann mehr an exotische Orte reisen oder wie früher Fotoaufnahmen für Klamotten auf der Straße machen. Der Hauptgrund ist aber, dass derzeit deutlich weniger Geld "unterwegs" ist. Bereits im März haben die Forscher von eMarketer herausgefunden, dass ein Drittel aller Influencer einen Rückgang an Kollaborationen verzeichnen konnte, die Lage hat sich im April sicherlich weiter verschärft.
Die Micro-Influencerin Lauren Elyce berichtet etwa, dass sie viele Marken-Kampagnen für März und April in Planung hatte, jedoch wurden alle auf unbestimmte Zeit verschoben. Eine Brauerei etwa hat eine Werbeaktion abgesagt, weil sie nicht riskieren wollte, die Nutzer mit einer für die aktuelle Zeit unpassenden Werbung zu verschrecken. Infografik: Messenger sind in der Krise die beliebtesten Kanäle
Gesund bleiben und weiter konsumieren
Denn zunächst schien es als wären die Influencer unbeeindruckt von der Quarantäne: Man postete Beiträge, in denen man den Fans wünschte, dass diese gesund und sicher bleiben sollen, vielfach in der Hochglanz- oder Pastell-Optik, die für solche Beiträge typisch ist. Andere zeigten, wie perfekt man die Selbstisolation inszenieren kann. Und hier: Mit diesem Make-Up sieht man auch zu Hause bestens aus.Doch schnell ist Ernüchterung in der Szene eingekehrt: Denn Werbedeals wurden eingefroren, viele Firmen verzichten auf Sponsoring, teils aus wirtschaftlicher Vorsicht, teils weil es derzeit wichtigere Themen gibt als weitgehend verzichtbare Produkte und Dienste.
Betroffen sind sowohl die Stars der Branche als auch die kleineren Influencer. Denn keiner kann mehr an exotische Orte reisen oder wie früher Fotoaufnahmen für Klamotten auf der Straße machen. Der Hauptgrund ist aber, dass derzeit deutlich weniger Geld "unterwegs" ist. Bereits im März haben die Forscher von eMarketer herausgefunden, dass ein Drittel aller Influencer einen Rückgang an Kollaborationen verzeichnen konnte, die Lage hat sich im April sicherlich weiter verschärft.
Die Micro-Influencerin Lauren Elyce berichtet etwa, dass sie viele Marken-Kampagnen für März und April in Planung hatte, jedoch wurden alle auf unbestimmte Zeit verschoben. Eine Brauerei etwa hat eine Werbeaktion abgesagt, weil sie nicht riskieren wollte, die Nutzer mit einer für die aktuelle Zeit unpassenden Werbung zu verschrecken. Infografik: Messenger sind in der Krise die beliebtesten Kanäle
Influencer müssen erwachsen werden
Zwischenzeitlich gehen die Verkäufe aber auch hoch, Online-Verkaufsplattformen können auch von der Krise profitieren, zumindest zwischenzeitlich. Wie sich die Sache langfristig entwickelt, muss sich erst zeigen. Denn viele Influencer verkaufen Luxus oder Waren, die eben nicht lebensnotwendig sind. Und wenn sich Arbeitslosigkeit und die wirtschaftliche Lage weiter verschlechtern, dann werden immer mehr auf Kosmetik, neue Klamotten und neue Gadgets verzichten. Die Krise zwingt Influencer dazu, erwachsen zu werden, so Wired abschließend. Und für die Szene ist das wohl nicht unbedingt von Nachteil.
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