Aggressive Werbung: Google verbannt 600 Apps aus dem Play Store

Google, Android, Hacker, Malware, Security, Trojaner, Virus, Schadsoftware, Adware Bildquelle: portal gda / Flickr
Aufgrund unerlaubter und teils penetranter Werbeanzeigen entschied sich Google dazu, fast 600 Apps und Spiele aus dem hauseigenen Play Store für Smartphones und Tablets zu entfernen. Die Android-Apps der ge­sperr­ten Entwickler verzeichneten mehr als 4,5 Milliarden Downloads. Gerade der Vergleich zwischen Apple iOS und Google Android zeigt, dass sich deutlich mehr schwarze Schafe im Play Store des Such­ma­schi­nen­be­trei­bers befinden. Immer wieder stehen die scheinbar einfach überwindbaren Sicherheits-Algorithmen in der Kritik, die es vor allem asiatischen App-Entwicklern erlaubt, mit betrügerischen Werbeformaten eine Vielzahl an Nut­zern zu erreichen. Google versucht mit der Thematik trans­pa­rent umzugehen und gab im ei­ge­nen Security Blog bekannt, neue Technologien entwickelt zu haben, um entsprechende Apps und Spiele voraussichtlich bereits in der ersten Kontrollinstanz zu erkennen.


Maschinelles Lernen soll betrügerische Apps schneller erkennen

Googles Senior Product Manager für Ad Traffic Quality, Per Bjorke, gibt an: "Böswillige Ent­wick­ler werden immer geschickter bei der Bereitstellung und Maskierung störender Werbung, aber wir haben eigene neue Technologien entwickelt, um uns vor diesem Verhalten zu schüt­zen. Wir haben vor kurzem einen innovativen, auf maschinellem Lernen basierenden Ansatz entwickelt, um zu erkennen, wenn Apps kontextfremde Werbung zeigen, was zu der Durch­set­zung führte, die wir heute ankündigen."

Gegenüber den Kollegen von BuzzFeed News ging der Google-Manager weiter ins Detail. So sollen es die nahezu 600 betroffenen Apps vor­ran­gig auf englischsprachige Android-Nutzer ab­ge­se­hen haben, die unter anderem mit be­trü­ge­ri­scher Vollbild-Werbung auch außerhalb der Software konfrontiert wurden. Der chi­ne­si­sche Entwickler Cheetah Mobile dürfte dabei zu den größten Profiteuren zählen, obwohl er be­reits Ende 2018 aufgrund von An­zei­gen­be­trug in die Schlagzeilen geraten war. Insgesamt wur­den die Apps mehr als 4,5 Milliarden Mal in­stal­liert und bleiben auch weiterhin auf den End­ge­rä­ten vorhanden.

Als weitere Gegenmaßnahme sperrte Google die Entwickler zusätzlich zur Entfernung aus dem Play Store auf den eigenen Werbeplattformen AdMob und Ad Manager, um eine zukünftige Monetarisierung durch vorab installierte Programme zu verhindern.

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