Oracle vs. Google: Ellison kauft mit Golf-Turnier Unterstützung Trumps

Usa, Twitter, trump, Donald Trump, Präsident, US-Präsident, Covfefe Bildquelle: Twitter/Diane N. Sevenay?
In dem auf eine Entscheidung zulaufenden Rechtsstreit zwischen Oracle und Google hat sich die Trump-Regierung öffentlich auf die Seite Oracles geschlagen. Kurz zuvor richtete Konzerngründer Larry Ellison ein Golfturnier zugunsten Donald Trumps aus. In der Auseinandersetzung zwischen den beiden Unternehmen geht es um Java-Code, den Google in seiner Android-Plattform einsetzt. Man ist hier der Ansicht, dass die Lizenzen den freien Gebrauch der fraglichen Bestandteile erlauben. Oracle sieht das allerdings anders und verlangt über 8 Milliarden Dollar nachzuzahlender Lizenzgebühren - immerhin spielt Java die zentrale Rolle in der Entwicklung von Android-Anwendungen.

In der letzten Instanz hatte Oracle in der Sache Recht bekommen, Google will aber vor dem Obersten Bundesgerichtshof in Berufung gehen. Dieses will nun aber erst einmal entscheiden, ob der Widerspruch angenommen und ein Verfahren eröffnet wird. Dazu wurde auch eine nun endende Frist eingerichtet, in der Unternehmen und Verbände zu der Streitfrage Stellung nehmen können. Und kurz vor Schluss kam eine solche auch vom US-Justizministerium, die sich im Namen der US-Regierung klar hinter Oracle stellte, wie aus einem Bericht der US-Nachrichtenagentur Bloomberg hervorgeht.

Mit Golf zum Ziel

Eine so eindeutige Positionierung wirft natürlich Fragen auf. Insbesondere auch deshalb, weil die beiden Unternehmen recht gegenteilige Haltungen zur aktuellen US-Regierung haben. So ist bekannt, dass die Vertreter Googles eher in Opposition zum aktuellen US-Präsidenten Donald Trump stehen. Oracle-Chef Larry Ellison hingegen hat sich gerade erst wieder als Unterstützer des Mannes im Weißen Haus in Szene gesetzt.

Denn kurz vor der Übermittlung der Stellungnahme aus dem Justizministerium richtete Ellison ein Golf-Benefiz-Turnier aus, mit dem Geld für die kommende Wahlkampagne gesammelt wurde. Die Teilnahmegebühr betrug im Minimum 100.000 Dollar. Wer sich ein Ticket für 250.000 Dollar kaufte, bekam auch die Möglichkeit, an einer Gesprächsrunde mit Donald Trump teilzunehmen.

Eine Oracle-Sprecherin versuchte noch unter dem Verweis, dass auch ein Vertreter der Obama-Regierung vor einigen Jahren eher die Position Oracles unterstützte, den Verdacht der Korruption beiseite zu wischen. Unabhängig von den Sachfragen wirft die zeitliche Nähe zwischen beiden Ereignissen aber eben Fragen auf. Und dies nicht nur in der Öffentlichkeit. Auch in der Oracle-Belegschaft rumorte es und mehrere hundert Mitarbeiter verließen als Zeichen des Protests gegen die offene Unterstützung Trumps zeitweise ihre Arbeitsplätze und versammelten sich vor ihren Firmengebäuden.

Siehe auch: Android-Patente: Oracle will 9,3 Mrd. Dollar Schadenersatz von Google Usa, Twitter, trump, Donald Trump, Präsident, US-Präsident, Covfefe Usa, Twitter, trump, Donald Trump, Präsident, US-Präsident, Covfefe Twitter/Diane N. Sevenay?
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