Motorola Razr: Warum Falt-Displays eine schlechte Idee sind, Folge drölf

Das Motorola Razr wird seit Ende Januar bzw. Anfang Februar offiziell verkauft, die Rückkehr des legendären Klapphandys hat natürlich eine Besonderheit, nämlich den Einsatz eines Falt-Panels. Doch offenbar gibt es bei dem Gerät nach bereits wenigen Tagen Probleme.
Smartphones, Lenovo, Motorola, Faltbares Display, Faltbares Smartphone, flexibles Display, Moto, Motorola RAZR 2019
Motorola / Lenovo
Wie bereits beim Galaxy Fold von Samsung kann man sagen, dass die Klapp-Technologie zwar auf den ersten Blick beeindruckend ist, man aber dann schnell feststellt, dass der Spaß auch ziemlich teuer ist. So kostet das Motorola Razr satte 1500 Dollar, in den USA sind erste Geräte auch bereits bei Kunden und auch Testern angekommen. Motorola Razr 2019Die 'gigantische Luftblase' ist bereits nach einer Woche aufgetaucht

Probleme nach nur einer Woche

Und wie beim ursprünglichen Galaxy Fold wiederholt sich nun auch eine andere Geschichte: Denn die ersten Tester berichten, dass das Display des Razr alles andere als langlebig sein dürfte. An dieser Stelle kann und muss man anmerken, dass der Bericht von Input zum aktuellen Zeitpunkt auch ein Einzelfall sein könnte, es aber durchaus denkbar und sogar wahrscheinlich ist, dass das daran liegt, dass die Technologie noch alles andere als ausgereift ist.

Input schreibt, dass sich das Plastik-OLED-Display des (regulär gekauften) Geräts an der Knick- bzw. Biegestelle ablöst. Dabei löst sich offenbar die Schutz-"Folie" bzw. oberste Schutzschicht vom Rest des Panels, die Seite beschreibt das als "gigantische horizontale Luftblase, die wie aus dem Nichts erschienen ist".


Diese Luftblase ist also nicht aufgrund Dauernutzung aufgetaucht, sondern nach Angaben des Autors innerhalb eines 45 Minuten langen Zeitraums. Dabei schwört Raymond Wong, dass es keinen Stoß oder Aufprall gegeben hat, er schließt einen physischen Grund und unsachgemäße Behandlung also aus.

Das Einzige, was als Ursache in Frage kommt, so Wong, seien Temperaturschwankungen, da er vor einem Tag mit dem Razr draußen Fotos gemacht hat (bei Temperaturen knapp unter 0°C) und danach wieder in seine Wohnung gegangen ist. Davor sollten Smartphones - faltbar oder nicht - aber gefeit sein.

Motorola wird sicherlich hoffen, dass das nur ein Einzelfall ist, es wäre aber nicht überraschend, wenn es ein grundlegendes Problem ist. Denn auch wenn es die Hersteller nicht glauben wollen: Faltbare Displays leiden noch an so mancher Kinderkrankheit und jeder, der sich ein solches Gerät kauft, geht damit auch ein gewisses Risiko ein.


Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!